EuroStoxx/Frankfurter Börse

Euro-Stoxx 50

Europäische Leitbörsen mit Gewinnen

Positive Stimmung an der Wall Street und höhere Rohölpreise unterstützen.

Die europäischen Leitbörsen sind am Mittwoch klar im Plus aus dem Handel gegangen. Nach den sehr starken Vortagesverlusten ging es europaweit wieder mit den Aktienkursen nach oben. Positiv werteten Marktteilnehmer im Verlauf vor allem eine freundliche Stimmung an der Wall Street und anziehende Ölpreise in einem recht nachrichtenarmen Handelstag zur Wochenmitte. Der Euro-Stoxx-50 erhöhte sich um 0,66 Prozent auf 2.909,36 Zähler.

In einer Branchenbetrachtung legten die Papiere von Pharmawerten am deutlichsten zu, nachdem die Absage der rekordhohen Übernahme von Allergan durch Pfizer neue Spekulationen im Sektor geschürt hätten. Sanofi-Anteilsseine kletterten 3,5 Prozent hoch. In Zürich kletterten Roche (plus 2,6 Prozent) und Novartis (plus 2,3 Prozent) klar nach oben.

Deutlich höhere Rohölpreise beflügelten auch die Aktien von Ölunternehmen, nachdem in den USA die Rohöllagerbestände in der vergangenen Woche überraschend gefallen sind. Eni schlossen mit plus 1,0 Prozent und Total gewannen 1,4 Prozent.

In Paris verloren die Papiere von Air France-KLM um 3,2 Prozent deutlich an Höhe. Die Fluggesellschaft muss sich einen neuen Chef suchen. Alexandre de Juniac soll künftig den internationalen Luftfahrt-Lobbyverband IATA leiten.

Aktien von Daimler bremsten um klare 0,95 Prozent. Der Autobauer legte im März bei den Verkäufen zwar erneut zu, doch fiel das Absatzplus etwas geringer aus als noch zu Jahresbeginn.

Barry Callebaut sprangen satte 8,3 Prozent hoch. Der weltgrößte Kakao- und Schokoladen-Hersteller aus der Schweiz hat im ersten Geschäftshalbjahr 2015/16 ein geringeres Gewinnminus als erwartet hinnehmen müssen.

Die Aktien von Hennes & Mauritz (H&M) verteuerten sich in Stockholm um 5,4 Prozent. Der Textilkonzern hatte über ein Umsatzplus im März berichtet.

Unter den Rohstoffunternehmen gaben die Aktien von Glencore um 1,2 Prozent nach. Der hoch verschuldete Rohstoffkonzern mit Sitz in der Schweiz beschafft sich mit dem Verkauf eines großen Teil seiner Agrarsparte frisches Geld. Für 2,5 Milliarden US-Dollar sicherte sich der größte kanadische Pensionsfonds CPPIB 40 Prozent an dem Handelsgeschäft mit landwirtschaftlichen Produkten. Analysten hatten aber zuletzt noch mit einem höheren Preis gerechnet.