Börse Frankfurt

Positive Signale aus China

Europas Börsen im Frühhandel etwas höher

Händler führten die Kursgewinne auf gute Zahlen von großen Unternehmen zurück.

Die Leitbörsen in Europa haben am Dienstag im frühen Handel einheitlich mit Gewinnen tendiert. Um 9.50 Uhr notierte der DAX in Frankfurt mit 7.409,80 Punkten, das entspricht einem Plus von 13,17 Einheiten oder 0,18 %. In London stieg der FT-SE-100 leicht um 5,5 Einheiten oder 0,09 % auf 6.065,55 Zähler.

Der die 50 führenden Unternehmen in der Europäischen Wirtschafts-und Währungsunion umfassende Euro-Stoxx-50 verbesserte sich 11,07 Einheiten oder 0,37 % auf 3.029,45 Punkte.

Händler führten die Kursgewinne auf die größtenteils besser als erwartet ausgefallenen Zahlen von großen Unternehmen wie Air Liquide, Barclays und Danone zurück. Zudem gab es erneut positive Konjunktursignale aus China, so dass selbst etwas schwächere Daten aus Deutschland und Frankreich die Stimmung nicht nachhaltig trüben konnten.

Deutlicher Gewinner waren im Frühhandel die Papiere des Lebensmittelkonzerns Danone, die um 2,64 % auf 45,10 Euro zulegten. Das Unternehmen erhöhte nach einem deutlichen Umsatz- und Gewinnplus die Dividende. Ebenfalls tief im Plus waren die Titel der britischen Großbank Barclays. Die Bank verdiente im vergangenen Jahr operativ deutlich mehr als 2009 und als von Experten erwartet. Die Aktie zog um 2,70 % auf 319,15 Pence an.

Zudem profitierten andere Banken in Europa von den Zahlen. Die Titel der BNP Paribas (plus 1,78 % auf 57,01 Euro), der Societe Generale (plus 1,80 % auf 48,72 Euro) und Unicredit (plus 2,49 % auf 1,89 Euro) gehörten zu den größten Gewinnern innerhalb des EuroStoxx 50. Nach unten ging es dagegen für die Papiere des französischen Atomkonzerns Edf, der Probleme im Ausland hat und deswegen deutlich weniger verdient. Das im CAC 40 notierte Papier gab 1,60 % auf 30,775 Euro nach.

Der französische Gasehersteller Air Liquide hat das Jahr 2010 mit einem Rekordgewinn abgeschlossen. Der Überschuss ist um 14,1 % auf 1,404 Milliarden Euro gestiegen. Die Aktie reagierte auf die Zahlenvorlage mit einem moderaten Plus von 0,01 % auf 96,13 Euro.

Die Aktien der Deutsche Börse verloren nach Gerüchten um einen weiteren Bieter im Fusionspoker um die NYSE Euronext als einer der schwächsten DAX-Werte 1,27 % auf 60,55 Euro. Medienberichten zufolge erwägt die Chicago Mercantile Exchange (CME) ein feindliches Übernahmeangebot für die NYSE. Ein Börsianer sagte: "Wenn es zu einem Bieterkampf kommt, dann kann das für die Deutsche Börse teuer werden."