Stoxx

Spanien-Ängste belasten kurz

Europas Börsen schließen fester

Gute Ergebnisse kompensieren Spanien-Sorgen.

Die europäischen Leitbörsen haben am Freitag etwas fester geschlossen. Der Euro-Stoxx-50 stieg um 21,33 Einheiten oder 0,92 Prozent auf 2.344,02 Zähler. Nach einem schwachen Start konnten sich die Börsen im Tagesverlauf klar ins Plus vorarbeiten.

Noch zu Handelsstart hatten die Börsen nach der Rating-Rückstufung Spaniens durch S&P deutlich nachgegeben. Die Rating-Agentur hatte ihre Bonitätseinstufung des Landes in der Nacht auf Freitag gleich um zwei Stufen gesenkt. Im Handelsverlauf setzte sich aber Händlern zufolge dank einiger gut ausgefallener Unternehmensergebnisse in Europa und den USA eine positive Stimmung durch.

Die am Nachmittag gemeldeten US-Daten waren gemischt ausgefallen, versetzten den Börsen aber nur kurzfristig einen kleinen Dämpfer. Das gemeldete US-Wirtschaftswachstum im ersten Quartal war mit einer annualisierten Rate von 2,2 Prozent schwächer als erwartet ausgefallen. Der ebenfalls gemeldete Index des Konsumklimas war hingegen überraschend gestiegen. Der von der Universität Michigan errechnete Index gilt an den Märkten als wichtiger Vor-Indikator für die stark vom heimischen Konsum abhängige US-Wirtschaft.

Für Impulse an Europas Börsen sorgten auch am Freitag einige neue Unternehmensergebnisse. So stiegen Sanofi Aventis nach Vorlage von Zahlen um 2,52 Prozent auf 58,21 Euro. Der französische Pharmariese hat im Auftaktquartal seinen Nettogewinn um 50 Prozent auf 1,83 Mrd. Euro gesteigert. Der Umsatz legte im selben Zeitraum um 9,4 Prozent auf 8,51 Mrd. Euro zu.

Deutsche Börse stiegen nach Vorlage von Ergebnissen um 3,87 Prozent auf 48,40 Euro. Die Zahlen des Marktbetreibers zum ersten Quartal waren zwar eher schwach ausgefallen, doch die Ausschüttungspolitik fand Händlern zufolge am Markt Anklang.

Gut gesucht waren nach anfänglichen Verlusten auch einige Bankwerte. So stiegen Societe Generale um 3,06 Prozent auf 18,16 Euro. Auch spanische Banken wie Banco Santander (plus 1,89 Prozent auf 4,84 Euro) konnten trotz der Spanien-Abstufung zulegen.

Schwach notierten hingegen trotz Vorlage guter Zahlen Daimler und fielen um 1,37 Prozent auf 42,075 Euro. Das operative Ergebnis (Ebit) des Autobauers kletterte im ersten Quartal um fünf Prozent auf 2,13 Mrd. Euro. Der Umsatz legte stärker als von Analysten erwartet um neun Prozent auf 27,011 Mrd. Euro zu. Die Aktie dürfte mit ihren jüngsten Gewinnen die guten Zahlen aber schon vorweg genommen haben, hieß es am Markt.