Europas Börsen schließen schwächer

Autobranche stark

Europas Börsen schließen schwächer

In den Blickpunkt des Anlegerinteresses gerieten Unternehmensergebnisse.

Die großen europäischen Leitbörsen haben die Sitzung am Dienstag überwiegend mit Kursverlusten beendet. Der Euro-Stoxx-50 verlor 0,71 % und ging bei 2.957,78 Zählern aus dem Handel.

In den Blickpunkt des Anlegerinteresses gerieten einige Unternehmensergebnisse. So konnten die von Siemens und Ericsson veröffentlichten Zahlen im Frühhandel noch für Auftrieb sorgen. Stärkere Abschläge gab es hingegen im Bank-Sektor zu verzeichnen. Die Kursverluste vor allem bei den Aktien spanischer Institute bremsten die Kauflaune der Investoren.

Händler verwiesen auf die jüngsten Entscheidungen in Madrid. Demnach werden die Banken und Sparkassen des Landes gezwungen, ihre Kapitalreserven zu erhöhen. Alle Geldinstitute müssen laut der Wirtschafts- und Finanzministerin Salgado künftig über eine Eigenkapitalquote von mindestens acht Prozent verfügen.

Die Anteilsscheine von BBVA büßten 2,92 % auf 8,82 Euro ein und Banco Santander rutschten 3,13 % ins Minus auf 8,76 Euro. Auch an anderen europäische Märkten mussten Bank-Titel Abschläge verbuchen. So verloren Credit Agricole 1,93 % auf 10,94 Euro und Intesa SanPaolo 2,17 % auf 2,37 Euro.

In Frankfurt gaben Siemens nach freundlichem Verlauf leicht um 0,26 % auf 93,61 Euro nach. Der Konzern ist mit einem Rekordgewinn und vollen Auftragsbüchern ins neue Geschäftsjahr gestartet. Ericsson-Aktien zogen nach Ergebnisvorlage um 2,46 % auf 79,00 schwedische Kronen an. Der Netzwerkausrüster hat seinen Gewinn im vierten Quartal mehr als verzehnfachen können.

Unter den Rohstoffwerten verbilligten sich ArcelorMittal leicht um 0,18 % auf 27,32 Euro. Dem Börsengang der Edelstahlsparte des Stahlkonzerns steht nicht mehr im Wege. Die Aktionäre stimmten für die Ausgliederung der defizitären Sparte.

Als größeren Gewinner zeigte ein Branchenvergleich auch den Automobil-Sektor. Fiat zogen um 2,26 % auf 7,26 Euro an und Renault legten 1,16 % auf 47,87 Euro zu. In Frankfurt gewannen BMW 1,54 % auf 56,08 Euro.