Europas Börsen überwiegend tiefer

Börsenschluss

Europas Börsen überwiegend tiefer

Schwache US-Konjunkturdaten sorgten für verhaltene Stimmung.

Die europäischen Leitbörsen haben die Sitzung am Mittwoch überwiegend mit tieferen Notierungen beendet. Der Euro-Stoxx-50 ging mit einem Minus von 0,74 Prozent bei 2.923,76 Zählern aus dem Handel. Nach den deutlichen Kursgewinnen am Vortag schlossen die europäischen Leitindizes bis auf die Mailänder Börse im roten Bereich.

US-Immobiliensektor trübt Stimmung
Marktteilnehmer machten einerseits Gewinnmitnahmen und zum anderen die anhaltende Unsicherheit über die Ausgestaltung des europäischen Rettungsschirms für die verhaltende Stimmung verantwortlich. Zudem trübten die jüngsten Zahlen zum US-Häusermarkt die Aussicht auf eine rasche Erholung des Immobiliensektors der Vereinigten Staaten. Die Zahl der Wohnbaubeginne sank dort aufs Jahr hochgerechnet um 4,3 Prozent auf 529.000. Damit wurde der Bau von so wenigen neuen Häusern begonnen wie seit Ende 2009 nicht mehr.

Mit Blick auf die Branchen konnte sich zu Handelsschluss der Bankensektor hervortun. Mit einem Plus von 3,00 Prozent auf 1,78 Euro lagen die Anteilsschein der UniCredit an der Spitze des Euro-Stoxx-50. Societe Generale konnten mit einem Plus von 0,82 Prozent auf 46,32 Euro aus dem Handel gehen. Schwach zeigten sich hingegen mehrere Technologiewerte. So verloren beispielsweise Philips-Aktien 3,31 Prozent auf 24,50 Euro. Nokia verbilligten sich als Schlusslicht im Euro-Stoxx-50 um 4,68 Prozent auf 7,64 Euro.

Teilweise blieben selbst gute Unternehmenszahlen von den Anlegern unbeachtet. In Amsterdam schlossen ASML um 6,84 Prozent tiefer bei 27,90 Euro, obwohl der niederländische Chipausrüster sein Nettoergebnis im vierten Quartal auf 407 Mio. Euro verachtfacht und damit die Analystenerwartungen übertroffen hatte. Ein ähnliches Bild zeigten Swatch-Papiere, die trotz des Rekordumsatzes von 6,44 Mrd. Franken des Uhrenkonzerns, um 4,89 Prozent auf 373,80 Schweizer Franken sanken.

Positive Nachrichten stützten einige Pharmawerte. Roche legten 0,50 Prozent auf 141,20 Schweizer Franken zu, nachdem der Pharmakonzern von erfreulichen Daten über einen Medikamentenkandidaten zur Behandlung von Hautkrebs berichtet hatte. Die Papiere der deutschen Merck KGaA gewannen 1,19 Prozent auf 60,55 Euro. Das Pharma- und Chemieunternehmen hat ebenfalls positive Studiendaten über ein Medikament veröffentlicht.

Von einer positiven Analystenstimme konnten Enel profitieren die mit einem Kursgewinn von 2,43 Prozent auf 4,01 Euro schlossen. Barclays revidierte die Anlageempfehlung des italienischen Versorgers von "equal weight" auf "overweight" nach oben.