Europas Börsen zu Mittag ohne klaren Trend

Die europäischen Aktienmärkte haben am Freitag zu Mittag ohne klare Richtung tendiert. Der DAX in Frankfurt notierte um 13.10 Uhr mit 5.599,98 Punkten und einem Minus von 5,23 Einheiten oder 0,09 Prozent. Der FT-SE-100 der Börse London erhöhte sich indessen um 22,3 Zähler oder 0,44 Prozent auf 5.101,56 Stellen. Der Euro-Stoxx-50 zeigte sich gut behauptet mit plus 1,71 Einheiten oder 0,06 Prozent auf 2.839,93 Punkte zu.

Von der Konjunkturseite erwarten Marktteilnehmer mit Spannung das von der Universität Michigan erhobene Verbrauchervertrauen aus den USA. Erwartet wird für September eine minimale Aufhellung von 70,2 auf 70,5 Einheiten. Indessen ist die Rezession in Frankreich offiziell zu Ende. Im zweiten Quartal dieses Jahres hat das BIP im Vergleich zum Vorquartal um 0,3 % zugelegt.

In den Fokus rückten einmal mehr die europäischen Bankenwerte. Die Branchenindizes für Finanz- und Bankenwerte konnten sich im Vergleich zum Frühhandel etwas erholen. An der Spitze des paneuropäischen Euro-Stoxx-50 notierten Bankenwerte von ING Groep (plus 2,33 % auf 11,44 Euro) und UniCredit (plus 1,58 % auf 2,565 Euro).

Bei der italienischen UniCredit steht Medienberichten zufolge eine Kapitalerhöhung ins Haus. Die Ausgabe neuer Aktien wird als Alternative zur Staatshilfe gesehen, nach der Aufsichtsratssitzung am Dienstag werden nähere Pläne präsentiert, hieß es.

Auch zum niederländischen Geldhaus ING Groep wurden Nachrichten bekannt, wonach der Finanzkonzern sein australisches und neuseeländisches Versicherungsgeschäft an seinen Joint-Venture-Partner in der Region an ANZ verkaufen will. ING soll durch den Verkauf rund 1,1 Mrd. Euro in bar erhalten.

Für die Bankentitel von Julius Bär präsentierte sich der Wochenausklang hingegen düster. Die Wertpapiere rutschten in Zürich um 5,43 % auf 52,25 Franken ab. Der Vermögensverwalter strebt eine Abspaltung des Asset-Management-Geschäfts GAM an, will jedoch gleichzeitig durch Akquisitionen in Asien ein zweites Standbein aufbauen.

Auch beim weltweit drittgrößten Konsumgüterkonzern Unilever steht eine Akquisition an. Unilever übernimmt für 1,275 Mrd. Euro die Körperpflege-Sparte von seinem amerikanischen Mitbewerber Sara Lee. Unilever stiegen in London um 0,12 % auf 1.738 Pence.

Europaweit standen Telekom-Papiere auf den Kauflisten der Investoren. Deutsche Telekom (plus 1,63 % auf 9,36 Euro), France Telekom (plus 1,46 % auf 18,40 Euro) und Telecom Italia (plus 1,07 % auf 1,229 Euro) zählten zu den Gewinnern.