Europas Leitbörsen drehen ins Minus

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Europas Leitbörsen drehen ins Minus

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Der Euro-Stoxx-50 verlor 0,13% oder 4,82 Punkte bei 3.632,98 Einheiten.

Die Leitbörsen in Europa sind am Montagvormittag nach einem positiven Börsenstart überwiegend leicht ins Minus gedreht. Der Euro-Stoxx-50 stand gegen 09.50 Uhr mit minus 0,13 Prozent oder 4,82 Punkte bei 3.632,98 Einheiten. Der DAX in Frankfurt fiel 0,17 Prozent oder 19,51 Zähler auf 11.471,32 Punkte. In London zeigte sich der FTSE-100 mit minus 0,58 Prozent oder 38,69 auf 6.679,80 Punkte.

Positive Impulse von den Übersee-Börsen hatten den europäischen Leitbörsen zunächst Auftrieb gegeben. So zogen Chinas Börsen kräftig an. Gegen Ende der vergangenen Woche hatten die wichtigsten europäischen Börsenbarometer nach einem guten Lauf noch ein Stück weit nachgegeben. Der robuste US-Arbeitsmarktbericht vom Freitag, der Experten in der Erwartung einer US-Zinserhöhung im September bestärkt hatte, scheint inzwischen aber verdaut.

Allerdings dürften die schwachen Konjunkturdaten aus Deutschland belastet haben. Die deutsche Industrie hat im Juni wegen schwacher Auslandsgeschäfte die stärksten Umsatzeinbußen seit zehn Monaten erlitten. Auch die Produktion und Exporte schrumpften im Juni. Ökonomen gehen dennoch davon aus, dass der Aufschwung im zweiten Quartal an Kraft gewonnen hat. Sie rechnen mit einem Wachstum des Bruttoinlandsproduktes von 0,5 Prozent, nach 0,3 Prozent zu Jahresbeginn. Eine erste Schätzung veröffentlicht das Statistikamt am Freitag.

Daneben steuert Griechenland auf eine entscheidende Woche zu. Die Grundrisse des Programms könnten schon am Dienstag stehen, hieß es am Wochenende in der griechischen Presse. Aus Brüssel verlautete, die Gläubiger-Institutionen hätten sich auf einen 27-seitigen Abkommensentwurf geeinigt, in dem die Auflagen für die griechische Regierung im Gegenzug für neue Milliardenhilfen fixiert seien.

Auf Unternehmensseite gab es Bewegungen in der Pharmabranche. Das Biotechnologie-Unternehmen Evotec, der österreichische Wettbewerber Apeiron Biologics und der französische Pharmakonzern Sanofi bauen ihre Partnerschaft in der Krebsforschung aus. Die Evotec-Titel gewannen knapp 2 Prozent und Sanofi 0,49 Prozent. Bereits am Freitag hatten Evotec und Sanofi eine vertiefte Partnerschaft bei Diabetestherapien angekündigt.

Hingegen Aktien von QSC sind nach der Vorlage von Geschäftszahlen für das zweite Quartal unter Druck geraten. Sie fielen am Vormittag um 1,43 Prozent auf 1,93 Euro. Der Umsatz des IT-Anbieters war wie erwartet gesunken.

Außerdem hat die britische Investmentbank Barclays Aena mit "Overweight" und einem Kursziel von 120 Euro in die Bewertung aufgenommen. Unter den europäischen Flughafenbetreibern seien die Aktien der Spanier ein bevorzugter Wert. Die Aena-Titel notierten mit minus 0,19 Prozent.

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