Parkett

Europas Leitbörsen einheitlich klar im Minus

Die Leitbörsen in Europa haben am Dienstag im frühen Handel belastet von Sorgen um die Konjunktur und die Banken einheitlich mit deutlichen Kursverlusten tendiert. Um 10.20 Uhr notierte der DAX in Frankfurt mit 5.878,23 Punkten, das entspricht einem Minus von 86,10 Einheiten oder 1,44 %. In London fiel der FT-SE-100 80,95 Einheiten oder 1,56 % auf 5.107,48 Zähler.

Der die 50 führenden Unternehmen in der Europäischen Wirtschafts-und Währungsunion umfassende Euro-Stoxx-50 sank um 44,10 Einheiten oder 1,69 % auf 2.566,16 Punkte.

Konjunkturdaten aus China hatte die asiatischen Märkte belastet und drückten auch auf die europäischen Indizes, hieß es von Marktbeobachtern zur Begründung. In der Früh hatten offizielle Zahlen gezeigt, dass die chinesischen Fabriken im vergangenen Monat wegen einer Abschwächung des Auftragseingangs aus dem In- und Ausland ihre Produktion zurückgefahren hatten und zurückhaltender bei Neueinstellungen waren.

Ein Branchenvergleich zeigte Banktitel und Rohstoffwerte unter den größten Verlierern. Die Europäische Zentralbank hatte am Montagabend vor weiteren Milliarden-Abschreibungen bei Banken der Eurozone bis Ende 2011 wegen der Finanzkrise gewarnt. Unter Abgabedruck gerieten aber auch Titel aus dem Öl- und Gasbereich. Hier drückten vor allem BP auf die Stimmung, die um 14,50 % auf 423,50 britische Pence einbrachen.

Zum einen vollzogen die BP-Aktien die Verluste nach, die bereits am Montag außerhalb der Londoner Börse wegen des gescheiterten Versuchs, das Ausströmen von Öl aus dem Bohrloch im Golf von Mexiko zu stoppen, aufgetreten waren. Zum anderen könnte das Loch dem Unternehmen zufolge bis August offen bleiben. Die Börse in London war am Montag feiertagsbedingt geschlossen geblieben.

Unter den Mitbewerbern im Öl-Sektor büßten Saipem 3,56 % auf 24,64 Euro ein. Repsol rutschen 2,47 % auf 16,17 Euro ab und Total mussten einen Abschlag von 1,56 % auf 37,14 Euro verbuchen. Bei den Bankwerten zählten UniCredit mit minus 3,10 % auf 1,69 Euro zu den größeren Verlierern. Societe Generale gaben 3,35 % auf 33,88 Euro nach und in Athen verloren Piraeus Bank 3,67 % auf 3,94 Euro.