Europas Leitbörsen eröffnen mit schweren Verlusten

Euro Stoxx 50

Europas Leitbörsen eröffnen mit schweren Verlusten

Euro-Stoxx-50 zuletzt 1,84 Prozent schwächer.

Die europäischen Leitbörsen haben am Montag im Eröffnungshandel einheitlich schwere Kursverluste verzeichnet. Zuvor hatten bereits die Börsen in den USA und Asien klare Abschläge hinnehmen müssen. An den Aktienmärkten machten sich Sorgen breit, dass in den USA die Zinsen schon bald angehoben werden könnten.

Um 9.25 Uhr lag der Euro-Stoxx-50 1,84 Prozent im Minus und stand damit bei 2.996,96 Einheiten. Der DAX in Frankfurt verlor 2,15 Prozent auf 10.346,63 Punkte. In London fiel der FTSE-100 um 1,41 Prozent auf 6.681,60 Punkte.

Verunsichert worden sind die Anleger vor allem durch Aussagen des Chefs der regionalen US-Notenbank in Boston. Eric Rosengren hatte in einer Rede am Freitag vor einer Überhitzung der US-Wirtschaft gewarnt. Die Aussagen sorgten auch deshalb für Aufsehen, weil Rosengren den meisten Beobachtern eher als Vertreter einer lockeren Geldpolitik gilt.

Was Konjunkturdaten angeht, bleibt es zum Wochenauftakt hingegen ruhig. Marktrelevante Datenveröffentlichungen stehen weder in Europa noch in den USA am Programm. Mit Blick auf den Devisenmarkt notierte der Euro am Vormittag gegenüber dem US-Dollar leicht im Plus bei 1,1254 Dollar. Die Ölpreise hingegen lagen deutlich im Minus. Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostete um die 47,30 Dollar und damit um etwa eineinhalb Prozent weniger als zuletzt.

Im Euro-Stoxx-50 lagen alle 50 Werte im Minus. Ans Indexende rutschten die Aktien des deutschen Versorgers E.ON mit einem deutlichen Abschlag von fast zwölf Prozent. Dies war allerdings hauptsächlich der Abspaltung der Kraftwerks- und Energiehandelstochter Uniper geschuldet, die mit heutigem Handelstag als eigenständiges Unternehmen an der Börse ist. E.ON-Aktionäre erhalten dabei für je zehn E.ON-Aktien zusätzlich ein Uniper-Papier.

Ebenfalls im unteren Bereich des Euro-Stoxx-50 notierten im Eröffnungshandel die Aktien von Siemens (minus 2,24 Prozent). Die beiden Windkraftpartner Siemens und Gamesa stehen laut einem Bericht einer französischen Zeitung kurz vor der Übernahme der restlichen Anteile des Offshore-Gemeinschaftsunternehmens mit dem französischen Energiekonzern Areva. Gamesa-Titel verloren an der Börse in Madrid ebenfalls klare 2,57 Prozent. Areva-Anteilsscheine büßten in Paris 1,02 Prozent ein und hielten sich damit besser als der Gesamtmarkt.