Europas Leitbörsen etwas leichter

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Europas Leitbörsen etwas leichter

Der Euro-Stoxx-50 verlor 0,54% oder 17,31 Punkte auf 3.173,08 Einheiten.

Die Leitbörsen Europas konnten am Dienstag nicht an die Gewinne vom Vortag anknüpfen und tendierten in der Verlustzone. Der Euro-Stoxx-50 stand gegen 09.50 Uhr mit minus 0,54 Prozent oder 17,31 Punkte bei 3.173,08 Einheiten. Der DAX in Frankfurt fiel 0,63 Prozent oder 61,58 Zähler auf 9.753,21 Punkte. In London zeigte sich der FTSE-100 mit minus 0,53 Prozent oder 33,37 auf 6.265,55 Punkte.

Der unerwartet deutliche Rückgang der Industrieaufträge in Deutschland hat den Anlegern die Stimmung verdorben. Die sehr freundlichen Vorgaben der Überseebörsen rückten in den Hintergrund. Laut dem deutschen Statistischem Bundesamt erhielten die Industrieunternehmen in Deutschland den zweiten Monat in Folge deutlich weniger Neuaufträge. Zudem wurde der Rückgang im Juli weiter nach unten korrigiert.

Zudem sollen die Schulden des griechischen Staates im nächsten Jahr auf 333,5 Mrd. Euro steigen, das wären 192,4 Prozent des Bruttoinlandproduktes (BIP). Das sieht der erste Entwurf des Haushaltes 2016 vor. Zum Vergleich: Ende 2015 sollen die Schulden 315,8 Mrd. Euro betragen (181,8 Prozent des BIP).

Im Tagesverlauf stehen Aussagen der US-Notenbanker am Programm. Am Markt werde anscheinend eine Leitzinswende 2015 in den Vereinigten Staaten langsam ausgepreist. Wollen die US-Notenbanker das verhindern, müssen sie allmählich deutlich Stellung pro Leitzinswende beziehen, schrieb Analyst Dirk Gojny von der National-Bank in Essen.

Mit Blick auf einzelne Unternehmen dürfte sich das Interesse in Kürze auf den Börsengang der Kunststoff-Sparte von Bayer richten. Der Sprung von Covestro aufs Parkett ist Teil eines großangelegten Umbaus des Bayer-Konzerns und soll 1,5 Milliarden Euro einbringen. Das sind wegen der eingetrübten Stimmung am Aktienmarkt allerdings 1 Milliarde Euro weniger als eingangs geplant war. Die Aktien werden nun zu einem Preis von 24,00 Euro an die Börse gebracht. Die erste Taxe liegt aktuell zwischen 24 und 27 Euro. Bayer-Aktien selbst fielen 2,02 Prozent.

Weiters fielen die Aktien von SABMiller um 1,63 Prozent. Die geplante Übernahme des Brauereikonzerns durch den Sektorkompagnon AB Inbev könnte einem Pressebericht zufolge am Widerstand der SABMiller-Führung scheitern. Chairman Jan du Plessis und das Management tendierten dazu, ein Angebot der weltweiten Nummer eins unter den Brauern abzulehnen, berichtet die Zeitung "New York Post" in ihrer Onlineausgabe unter Berufung auf Kreise.

Mit deutlichen Verlusten präsentierte sich die Versorgerbranche. E.ON fielen 1,73 Prozent. Auch Eni verloren 1,40 Prozent sowie Enel 0,75 Prozent.