Europas Leitbörsen etwas schwächer

Im Frühhandel

Europas Leitbörsen etwas schwächer

Euro-Stoxx ermäßigte sich 14,57 Einheiten oder 0,63% auf 2.301,40 Punkte.

Die Leitbörsen in Europa haben am Mittwoch im frühen Handel einheitlich etwas schwächer tendiert. Das vorerst gescheiterte Votum zum EFSF-Rettungsfonds in der Slowakei und ein enttäuschender Auftakt der US-Berichtssaison drückten europaweit auf die Aktienkurse, hieß es. Um 10.10 Uhr notierte der DAX in Frankfurt mit 5.812,84 Punkten, das entspricht einem Minus von 52,17 Einheiten oder 0,89 Prozent. In London ging der FT-SE-100 25,8 Einheiten oder 0,48 Prozent auf 5.369,87 Zähler zurück.

Der die 50 führenden Unternehmen in der Europäischen Wirtschafts-und Währungsunion umfassende Euro-Stoxx-50 ermäßigte sich 14,57 Einheiten oder 0,63 Prozent auf 2.301,40 Punkte.

Ein Händler sagte, die Märkte scheinen eine Auszeit zu nehmen, ohne dass der Ausgang der Abstimmung in der Slowakei überbewertet werde. In der Slowakei wird mit einem Ja in der zweiten Abstimmung gerechnet, die bereits in den kommenden Tagen stattfinden könnte. Zudem will EU-Kommissionspräsident Jose Barroso an diesem Mittwoch Vorschläge zur Rekapitalisierung angeschlagener Banken vorlegen.


Eine Branchenbetrachtung zeigte den stärksten Verkaufsdruck wieder im Bankenbereich. Die Ratingagenturen Standard & Poor's (S&P) stufte die Kreditwürdigkeit von zehn spanischen Geldhäusern herunter und drohte vier weiteren Instituten mit diesem Schritt. Darunter sind die beiden börsennotierten Großbanken Banco Santander (minus 1,75 Prozent auf 6,181 Euro) und BBVA (minus 1,41 Prozent auf 6,358 Euro). Grund für die Herabstufung seien die sich eintrübenden Wirtschaftsaussichten für das krisengeschüttelte Spanien, teilte die Agentur mit. Die Konjunkturschwäche dürfte den Bankensektor in den nächsten 15 bis 18 Monaten belasten.

Deutsche Bank gingen um 1,40 Prozent auf 27,46 Euro zurück. UniCredit-Papiere verbuchten einen Kursabschlag von 2,33 Prozent auf 1,006 Euro. ING Groep fielen um 0,97 Prozent auf 5,75 Euro.

Nach einer Abstufung sanken VW Vorzüge um 2,59 Prozent auf 105,30 Euro. UBS-Analyst Philippe Houchois hatte seine Einstufung für VW von "Buy" auf "Neutral" und das Kursziel von 150 auf 112 Euro gesenkt.

Nokia-Papiere befestigten sich um 0,71 Prozent auf 4,536 Euro. Nomura hat den Technologiewert von "Reduce" auf "Neutral" hochgestuft und das Kursziel von 3,60 auf 4,00 Euro angehoben. Der Handy-Hersteller dürfte sich im dritten Quartal besser entwickelt haben als erwartet und sich im Schlussviertel solide zeigen, schrieb Analyst Stuart Jeffrey in einer Studie.