Europas Leitbörsen mehrheitlich im Minus

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Europas Leitbörsen mehrheitlich im Minus

Euro-Stoxx-50 fiel 19,26 Einheiten oder 0,83% auf 2.296,63 Punkte.

Die Leitbörsen in Europa haben am Dienstag im frühen Handel mehrheitlich mit Verlusten tendiert. Um 10.25 Uhr notierte der DAX in Frankfurt mit 5.828,80 Punkten, das entspricht einem Minus von 30,63 Einheiten oder 0,52 Prozent. In London sank der FT-SE-100 62,1 Einheiten oder 1,14 Prozent auf 5.374,60 Zähler. Der die 50 führenden Unternehmen in der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion umfassende Euro-Stoxx-50 fiel 19,26 Einheiten oder 0,83 Prozent auf 2.296,63 Punkte.

Die gedämpften Erwartungen an den am Wochenende anstehenden EU-Gipfel und die damit einhergehenden wiederaufkeimenden Sorgen dürften die Märkte einen weiteren Tag infolge im Griff halten. In einem Branchenvergleich innerhalb des Euro-Stoxx-50 zeigten sich Rohstofftitel und Zykliker wie Automobilwerte besonders stark belastet. Analystenstimmen dürften in letzteren zudem für Bewegungen sorgen. Die Analysten von JP Morgan rechnen mit einem Rückgang des weltweiten Verkaufs von Neuwagen im Jahr 2012 und kappten in der Folge ihre Einschätzung für eine Vielzahl an Automobilwerten.


VW dürften sich laut der jüngsten Studie im Vergleich zur Konkurrenz etwas besser halten. VW gaben dennoch 1,20 Prozent auf 110,95 Euro nach. Peugeot sanken im frühen Handel über fünf Prozent auf 16,265 Euro. Die Experten der Deutschen Bank haben ihre Empfehlung von "Buy" auf "Hold" herabgestuft und gleichzeitig das Ziel gekürzt. Die Experten von JP Morgan revidierten ihr Kursziel für die Titel ebenfalls nach unten. Daimler gaben 3,72 Prozent auf 35,15 Euro nach. Hier hatten die Experten der UniCredit das Ziel gesenkt. BMW brachen 4,18 Prozent auf 52,29 Euro ein, nach einer Kurszielkürzung durch die Experten von JP Morgan.

Bankenwerte zählten ebenfalls zu den größten Verlierern. Während Societe Generale mit einem Abschlag von 5,43 Prozent auf 19,15 Euro und BNP Paribas mit minus 5,86 Prozent auf 20,23 Euro auf den Boden des Euro-Stoxx-50 sanken, tendierten UniCredit und Intesa SanPaolo gegen den Trend mit Zugewinnen von 2,25 Prozent und 1,55 Prozent in der Gewinnzone. Deutsche Bank sanken 1,57 Prozent auf 26,015 Euro. Die Experten von Morgan Stanley haben in ihrer jüngsten Studie das Ziel für die Titel gekürzt. In London fielen Lloyds  1,37 Prozent auf 31,9748 Pence. Merrill Lynch hat das Kursziel für die Werte nach unten gesetzt. Barclays erfuhr ebenfalls eine Zielkürzung durch die Analysten. Die Papiere verbilligten sich um 0,74 Prozent auf 1.661,52 Pence.

Rohstoffwerte präsentierten sich wenig gesucht. Indexschwergewicht Rio Tinto belastete die Londoner Börse mit einem Kursrutsch von knapp fünf Prozent auf 3.148 Pence. Xstrata sanken 4,29 Prozent auf 908 Pence. BP zählten mit einem Aufschlag von 0,25 auf 426,45 Pence zu den wenigen Gewinnern. Die Experten von UBS haben ihr Kursziel angehoben. Danone konnten sich ebenfalls verteuern und notierten mit einem Aufschlag von 1,66 Prozent auf 46,145 Euro. Der französische Lebensmittelkonzern hat seinen Umsatz im dritten Quartal gesteigert.