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Euro Stoxx 50

Europas Leitbörsen schließen mit Verlusten

Bank of England ohne Zinsanpassung, europäische Banken im Spitzenfeld.

Die europäischen Leitbörsen sind am Donnerstag mit Verlusten aus dem Handel gegangen. Der Euro-Stoxx-50 verlor 0,22 Prozent auf 2.973,49 Zähler.

Auf Konjunkturdatenseite konnte in Großbritannien, wie von Helaba-Experten erwartet, keine Zinsanpassung der Bank of England festgestellt werden. Weiter wurden in den USA neben dem wenig überraschenden Markit-PMI auch Zahlen zum ISM-Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor veröffentlicht. Dieser fiel mit 54,8 Punkten schlechter aus, als ursprünglich prognostiziert. Die Prognose der Experten lag bei 56 Punkten.

Auch US-Arbeitsmarktdaten wurden publiziert. Dabei überraschten die 7.000 Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe genau wie eine höhere Produktivität je Arbeitsstunde. Letztere fiel mit annualisierten plus 3,1 Prozent fürs dritte Quartal besser aus, als mit 2,1 Prozent prognostiziert.

Auf Unternehmensseite waren besonders Bankwerte gefragt. Die französische Societe Generale begeisterte die Anleger mit positiven Zahlen. Die Titel des Geldinstitutes setzten sich heute mit 5,51 Prozent an die Spitze des Euro-Stoxx-50. Ebenfalls vorne dabei waren Titel der niederländischen Großbank ING Group mit plus 2,29 Prozent. Die Niederländer steigerten im dritten Quartal ihren Vorsteuergewinn um satte 28 Prozent.

Credit Suisse-Wertpapiere fielen heute im Gegensatz dazu um rund 7,09 Prozent. Das Unternehmen veröffentlichte überraschend positive Quartalszahlen. Anleger blieben jedoch weiterhin skeptisch.

Schlusslichter des Euro-Stoxx-50 bildeten Adidas mit minus 6,28 Prozent. Trotz gutem Ergebnis konnte der Sportartikelhersteller Börsianer nicht beeindrucken.

In Frankfurt standen bis zuletzt auch Titel des Nivea-Herstellers Beiersdorf auf die Kauflisten der Anleger. Der Konzern verbesserte seine Prognosen, was die Anleger mit einem Kursplus von 4,62 Prozent belohnten.

Der dänische Biotechnologie-Konzern Genmab schraubte seine Prognosen hoch. An der Börse in Kopenhagen stiegen die Aktien des Unternehmens um rund 11,43 Prozent.

Air-France KLM-Aktien konnten die Anleger am Donnerstag trotz Umsatzeinbruchs von 6,5 Prozent nicht davon abschrecken, die Titel nach oben zu handeln. Die Wertpapiere des Unternehmens stiegen um 6,08 Prozent.

Zuletzt überraschten auch Titel der Schweizer Dufry. Die Aktien der Duty-Free-Kette gewannen 6,8 Prozent. Das Unternehmen legte Zahlen und einen höheren Umsatz vor.