Nach 2 Verlusttagen

Europas Leitbörsen schließen sehr fest

Euro-Stoxx-50 stieg um 57,30 Punkte oder 1,89% auf 3.091,54 Zähler.

Die europäischen Leitbörsen sind am Mittwoch nach zwei Verlusttagen in Folge deutlich höher aus dem Handel gegangen. Möglich wurde die Erholungstendenz nach Aussagen von Marktteilnehmer durch einige positive Unternehmensergebnisse sowie durch Kursgewinne an der Wall Street. An den US-Börsen wurde der Sieg der Republikaner bei der US-Kongresswahl begrüßt. Im Senat erlangte die wirtschaftsfreundliche US-Partei die Kontrolle beider Seiten im Kongress. Der Euro-Stoxx-50 verbesserte sich um 57,30 Einheiten oder 1,89 Prozent auf 3.091,54 Zähler.

Unter den Einzelwerten zogen Marks & Spencer um fast zehn Prozent an. Der britische Einzelhändler überraschte mit seinem Halbjahresgewinn positiv.

Natixis gewannen 2,32 Prozent an Kurswert. Die französische Investmentbank übertraf mit seinen Drittquartalszahlen die Analystenprognosen.

Hannover Rück steigerten sich um 2,17 Prozent. Das dritte Quartal des weltweit drittgrößten Rückversicherers hat die Erwartungen übertroffen, hieß es von Analystenseite.

Überzeugende Resultate lieferten in Deutschland auch der Autozulieferer ElringKlinger, der Chemikalienhändler Brenntag und der Gabelstapler-Produzent Kion ab. Die Aktien von Brenntag und Kion zogen in Frankfurt jeweils um mehr als 4 Prozent an, ElringKlinger verbesserten sich um 1,28 Prozent.

Outokumpu schlossen hingegen mit einem satten Abschlag von 9,2 Prozent. Der finnische Stahlkonzern enttäuschte mit einem unerwartet hohen Quartalsverlust die Anleger. Europas größter Hersteller von Edelstahl hatte angesichts schwacher Nachfrage und niedriger Preise einen Verlust von 28 Mio. Euro ausgewiesen.

ING verbuchten ein Plus von 2,76 Prozent. Der niederländische Finanzkonzern hat im dritten Quartal dank eines glänzend laufenden Bankgeschäfts deutlich mehr verdient.

Lafarge verbesserte sich um 2,92 Prozent. Im abgelaufenen Quartal steigerte der französische Zementhersteller die Umsätze auf vergleichbarer Basis um zwei Prozent auf 3,64 Mrd. Euro und lag damit über den Erwartungen.

Der italienische Stromkonzern Enel verkauft einen 17-prozentigen Anteil an der Tochter Endesa. Die Endesa-Papiere fielen daraufhin in Madrid um 2,44 Prozent und Enel gewannen in Mailand 3,06 Prozent. Enel ist der am höchsten verschuldete Versorger Europas und will seine Verbindlichkeiten von insgesamt rund 43 Mrd. Euro bis Ende 2014 durch den Verkauf von Beteiligungen reduzieren.