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Euro Stoxx 50

Europas Leitbörsen starten ohne klare Richtung

US-Inflationsdaten und Yellen-Rede am Nachmittag.

Die wichtigsten Aktienmärkte Europas sind heute, Donnerstag, ohne klare Richtung in den Handel gestartet. Der Euro-Stoxx-50 stand gegen 10.10 Uhr mit minus 0,15 Prozent oder 4,39 Punkten bei 3.021,97 Einheiten.

Der DAX in Frankfurt fiel um 0,21 Prozent oder 22,36 Zähler auf 10.641,51 Punkte. In London zeigte sich der FT-SE-100 mit plus 0,29 Prozent oder 19,39 Einheiten auf 6.769,11 Punkte.

Nachdem bereits an den Börsen in New York und Tokio größere Kurssprünge ausgeblieben waren, zeigten sich auch die europäischen Aktienmärkte uneinheitlich und in recht enger Bandbreite. Während von endgültigen Eurozonen-Verbraucherpreisdaten aus der Eurozone am Vormittag keine größeren Impulse erwartet werden, könnte aktuelle Oktober-Inflationsdaten aus den USA durchaus Bewegung an die Indizes bringen.

Zudem könnte eine Anhörung der US-Notenbankchefin Janet Yellen vor dem gemeinsamen Wirtschaftsausschuss des US-Kongresses auch unter Anlegern Gehör finden. Der frisch gewählte Präsident der USA, Donald Trump, hatte angekündigt, Yellen mit Ende ihrer ersten Amtszeit im Jahr 2018 ersetzen lassen zu wollen. Insbesondere in der finalen Phase des Wahlkampfs hatte Trump immer wieder Kritik an Yellens Geldpolitik geübt.

Unternehmensseitig zeigten sich in Europa unter anderem Versorger- und Autowerte gefragt. Größter Verlierer war in deinem Branchenvergleich hingegen die Bankbranche. Im Euro-Stoxx-50 reihten sich Intesa Sanpaolo (minus 2,37 Prozent), ING (minus 0,93 Prozent) und Societe Generale (minus 0,88 Prozent) unter die schwächsten Werte.

Auch Deutsche Bank büßten 0,63 Prozent ein. Das Geldhaus will laut einem Pressebericht Boni in Millionenhöhe von sechs früheren Vorständen zurückfordern. Betroffen seien die Ex-Vorstandschefs Anshu Jain, Josef Ackermann, Jürgen Fitschen und weitere Topmanager, berichtete die "Süddeutsche Zeitung" (Donnerstag) und berief sich dabei auf Informationen aus Finanzkreisen.

Airbus hat nach eigenen Angaben einen Großauftrag einer japanischen Fluggesellschaft erhalten. Details werde Konzernchef Fabrice Bregier am Freitag auf einer Pressekonferenz bekanntgeben, hieß es in einer Einladung des europäischen Konzerns. Weitere Einzelheiten wurden nicht genannt. Die Airbus-Aktie notierte um moderate 0,36 Prozent höher.