Europas Leitbörsen uneinheitlich

In Wochenende

Europas Leitbörsen uneinheitlich

Der Euro-Stoxx-50 verlor 4,46 Einheiten oder 0,15% auf 3.034,50 Zähler.

Die europäischen Leitbörsen sind am Freitag uneinheitlich aus dem Handel gegangen. Der Euro-Stoxx-50 verbilligte sich um 4,46 Einheiten oder 0,15 Prozent auf 3.034,50 Zähler. Der DAX in Frankfurt knackte am frühen Nachmittag erstmals in seiner Geschichte die 9.000-Punkte-Marke und schloss schließlich mit einem leichten Plus von 0,06 Prozent bei 8.985,74 Punkten.

In Deutschland hat sich das Geschäftsklima im Oktober etwas eingetrübt. Der ifo-Index ist von 107,4 auf 104,4 Punkte gefallen. Ökonomen hatten mit einem Anstieg gerechnet. Erwartungsgemäß fiel hingegen das britische BIP-Wachstum im dritten Quartal aus. Die britische Wirtschaft ist um 0,8 Prozent gewachsen. Schwach bleiben auch Kreditvergabe und Geldmengenwachstum im Euroraum. Am Freitag veröffentlichte Zahlen der EZB zeigten, dass die Banken der Eurozone im September 1,9 Prozent weniger neue Darlehen vergeben haben.

In den USA sind die Auftragseingänge langlebiger Wirtschaftsgüter unter den Erwartungen geblieben. Auch das Stimmungsbarometer der Universität Michigan fiel schwächer aus als erwartet.


Weitere Impulse kamen aus der laufenden europäischen Berichtsaison. Saint Gobain haben im dritten Quartal erwartungsgemäß etwas weniger umgesetzt als im Vorjahr. Auch die Erlöse sind gesunken. Mit einem Plus von 4,89 Prozent auf 39,69 Euro standen die Papiere des französischen Baustoffkonzerns aber klar an der Spitze des Euro-Stoxx-50.

Schlechter lief es für Schneider Electric. Nachdem der französische Elektronikkonzern nach einem enttäuschenden Quartal sein Jahresziel senkte, fielen seine Titel um 1,09 Prozent auf 62,58 Euro.

An der Spitze des DAX standen zu Wochenschluss BASF. Im dritten Quartal verzeichnete der Ludwigshafener Chemiekonzern ein kleines Umsatzplus und einen deutlichen Ergebnissprung. Damit übertraf er die Erwartungen der Analysten. BASF-Aktien legten um 1,32 Prozent auf 75,17 Euro zu.

Weniger gut lief es hingegen für Deutsche Bank im Vorfeld der Zahlenvorlage am kommenden Dienstag. Laut einer Umfrage der Nachrichtenagentur Bloomberg rechnen Analysten unter dem Strich mit einem Gewinneinbruch von gut 45 Prozent. Die Titel der Bank schlossen nach zwischenzeitlichen Verlusten äußerst knapp behauptet mit einem Plus von 0,01 Prozent bei 36,86 Euro.

Branchenseitig zeigten sich Auto-Werte schwach. In Paris musste der angeschlagene Autobauer Renault einen kräftigen Umsatzrückgang hinnehmen. Analysten hatten hingegen mit einer Umsatzsteigerung gerechnet. Renault-Aktien sackten daraufhin um 3,16 Prozent auf 66,11 Euro ab. In Stockholm verloren Volvo 6,62 Prozent auf 88,10 Schwedische Kronen. Der operative Gewinn des Automobilherstellers ist um fast ein Drittel eingebrochen. In Mailand büßten Fiat 2,79 Prozent auf 5,93 Euro ein.

Auch Banktitel tendierten nach Vortagesgewinnen am Freitag wieder schwächer. Unicredit verloren 2,12 Prozent auf 5,30 Euro. Banco Santander reduzierten sich um 1,26 Prozent auf 6,53 Euro. Societe Generale verzeichneten ein Minus von 1,20 Prozent auf 40,90 Euro.

Fester zeigten sich im Euro-Stoxx-50 Energietitel. Total legten 1,33 Prozent auf 44,58 Euro zu. RWE gewannen 1,18 auf 26,95 Euro. E.ON steigerten sich um 0,41 Prozent auf 13,42 Euro.