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Europas Leitbörsen zu Mittag mehrheitlich leichter

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Laut Marktteilnehmern herrsche Zurückhaltung vor der US-Leitzinsentscheidung am Abend. Die US-Futures drehten indes zu Mittag in den leicht positiven Bereich, was auch in Europa zu einer Erholung der Kurse führte. In der Branchenbetrachtung zählten Bankenwerte zu den größten Verlierern. Minenbetreiber und Ölwerte zeigten sich von niedrigeren Rohstoffpreisen belastet.

Die mit Abstand stärksten Verluste im Euro-Stoxx-50 mussten die Aktien der spanischen Großbank Banco Bilbao Vizcaya Argentaria (BBVA) hinnehmen. Die Papiere rasselten um 5,32 % auf 11,39 Euro nach unten. Experten kritisierten in ersten Stellungnahmen vor allem den starken Anstieg des Anteils der "faulen Kredite" bei der BBVA.
Der Anteil wuchs nach Angaben des Geldhauses zwischen Ende September und Ende Dezember um etwa 1 % auf 4,3 %. 1 Jahr zuvor war die Quote nur gut halb so hoch gewesen. Ein Händler bemängelte zudem die Höhe der Risikovorsorge bei der BBVA. Auch die übrigen europäischen Bankenwerte präsentierten sich von den Zahlen angeschlagen.

Autowerte zeigten sich ebenfalls deutlich schwächer. Der italienische Autobauer Fiat hat für Ende Februar einen zweiwöchigen Produktionsstopp angekündigt. Der Stopp betrifft rund 30.000 Beschäftigte in Italien. Grund für die Maßnahme sei die schlechte Auftragslage, hieß es vom Unternehmen. Die Fiat-Papiere reagierten mit einem Abschlag von 2,38 % auf 9,23 Euro.

STMicroelectronics gaben nach Zahlen um 0,9 % auf 6,04 Euro ab. Der französische Halbleiterhersteller kehrte im 4. Quartal unerwartet deutlich in die Gewinnzone zurück. Beim Umsatz entsprach die Entwicklung in etwa den Markterwartungen.

Novo Nordisk verteuerten sich um 2,7 % auf 369,5 Dänische Kronen. Der dänische Pharmakonzern konnte weiterhin von der Genehmigung seines Typ-2-Diabetis-Medikaments Victoza in den USA am Vortag profitierten. Laut Experten habe das Medikament das Potenzial ein "Blockbuster" zu werden.

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