Europas Leitbörsen zur Eröffnung im Plus

Die wichtigsten europäischen Aktienindizes sind am Mittwoch mit Kursgewinnen in den Handel gestartet und haben den bisherigen Abwärtstrend in dieser Woche erstmal gestoppt. Der Euro-Stoxx 50 stieg im frühen Handel um 1,06 % auf 2.537,43 Punkte.

Der Pariser CAC-40 rückte um 1,26 % auf 3.422,89 Punkte vor und der FT-SE 100 kletterte in London um 0,69 % auf 5.062,72 Punkte. Händler verwiesen auf die positiven Vorgaben der Wall Street als stützenden Faktor. Sie ließen den schwächeren Börsenschluss in Tokio in den Hintergrund treten. Bewegen könnten am Nachmittag noch US-Konjunkturzahlen.

Bankenwerte sprangen an die Spitze im europäischen Leitindex. Societe Generale gewannen 3,30 % auf 31,33 Euro und BNP Paribas verteuerten sich um 2,89 % auf 42,68 Euro. Im Fokus steht auch Banco Santander. Die spanische Großbank übernimmt von der Bank of America die restlichen Anteile an ihrem Ableger Santander Mexico.

Im Bieterwettstreit um das Privatkundengeschäft der schwedischen Großbank SEB in Deutschland zeichnet sich einem Medienbericht zufolge eine Entscheidung ab: Die SEB befinde sich in exklusiven Gesprächen mit dem spanischen Bankenriesen Santander über den Verkauf ihrer deutschen Filialen, berichtete die "Financial Times Deutschland" (Mittwochsausgabe) ohne Nennung von Quellen. Santander habe mit einem deutlich höheren Angebot ihre Rivalin, die italienische Bank-Austria-Mutter UniCredit, ausgestochen. Als Verkaufspreis waren demnach zuletzt 500 Mio. Euro im Gespräch. Santander-Titel gewannen 1,84 % auf 7,49 Euro dazu. SEB-Aktien stiegen um 1,70 % auf 39,50 Euro.

Die größte europäische Autobauer Volkswagen treibt den Kapazitätsausbau in China voran und baut für eine halbe Milliarde Euro ein neues Werk. Die neue Fabrik im südchinesischen Foshan soll nach Angaben vom Mittwoch in drei Jahren mit der Produktion beginnen und 4.000 Menschen beschäftigen. Pro Jahr sollen letztlich 300.000 Fahrzeuge vom Band rollen. Die Verträge mit dem chinesischen Partner FAW-Volkswagen habe Konzernchef Martin Winterkorn jetzt in Foshan unterzeichnet, teilte der Konzern mit. Volkswagen stiegen um 0,33 % auf 69,41 Euro.