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Euro Stoxx 50

Europas Leitbörsen zur Eröffnung leichter

Einkaufermanagerindizes und US-Gesundheitsreform im Fokus.

Die Leitbörsen in Europa haben sich am Freitagvormittag schwächer präsentiert. Der Euro-Stoxx-50 stand gegen 10.00 Uhr mit minus 0,34 Prozent oder 11,82 Punkte bei 3.440,36 Einheiten. Der DAX in Frankfurt verlor 0,09 Prozent oder 10,48 Zähler auf 12.029,20 Punkte. In London zeigte sich der FT-SE-100 mit minus 0,05 Prozent oder 3,70 Einheiten auf 7.337,01 Punkte.

Nachdem am gestrigen Donnerstag die Abstimmung zur neuen US-Gesundheitsreform ausgeblieben ist, rückten am heutigen Vormittag die Einkaufsmanagerindizes des verarbeitenden Gewerbes und des Dienstleistungssektors für Deutschland und der Eurozone in den Fokus.

Der Markit-Einkaufsmanagerindex für die deutsche Privatwirtschaft - Industrie und Dienstleister zusammen - stieg im März überraschend um 0,9 auf 57,0 Punkte, wie das Institut zur Umfrage unter rund 800 Firmen mitteilte. Ebenfalls überraschend positiv fiel der gesamte Einkaufsmanagerindex für die Eurozone aus. Dieser stieg auf 56,7 Punkte. Prognostiziert wurden lediglich 55,8 Punkte für dem März.

Am Nachmittag dürften die US-Auftragseingänge langlebiger Wirtschaftsgüter in den Fokus rücken.

Im Branchenvergleich tendierten Bank-, Finanz- und Versicherungswerte schwächer. Ans Ende des Euro-Stoxx-50 setzten sich Allianz und AXA mit jeweils einem Minus von 1,4 Prozent. Den Kursverfall der deutschen Allianz-Titel führen Medien auf eine Verkaufsempfehlung der Societe Generale zurück. Der Analyst Nick Holmes bemängelte in einer Studie einen fehlenden Fokus des Versicherers auf Kostensenkungen. Holmes zieht die Titel der Branchenrivalen Generali (minus 0,42 Prozent) und AXA vor.

Im Mittelpunkt rückten in London Bergbaukonzerne. Rio Tinto, Anglo American und Fresnillo schoben sich im Morgenhandel mit jeweils mehr als einem halben Prozent ins Plus. An die Spitze des "Footsie" setzten sich die Wertpapiere der Smiths Group mit plus 4,43 Prozent. Die Titel des Triebwerk-Herstellers Rolls Royce gewannen ebenfalls dazu (plus 1,12 Prozent).

Zuletzt erreichten den Markt auch Neuigkeiten aus der Pharmabranche. Der deutsche Konzern Merck KGaA hat die US-Zulassung für seinen Hoffnungsträger Avelumab erhalten. Das Okay aus den Vereinigten Staaten für eine erste Anwendung kam auch noch etwas schneller als erhofft. Analysten trauen dem Mittel in den kommenden Jahren Milliardenumsätze zu, die Merck für seine Wachstumsstory dringend braucht. Die Aktie gewann mehr als 2 Prozent.