Schwacher Wochenstart der US-Börsen

Spannung

Schwacher Wochenstart der US-Börsen

Dow Jones gab um 62,13 Punkte oder 0,38% auf 16.370,96 Einheiten ab.

Die US-Börsen sind am Montag mit Verlusten in die Woche der Zinsentscheidung gestartet. Ob die Notenbank (Fed) bei ihrer Sitzung am Donnerstag tatsächlich erstmals seit Mitte 2006 den Leitzins anhebt, ist unter Experten umstritten. Ein solcher Schritt würde Aktien als Anlage gegenüber festverzinslichen Wertpapieren unattraktiver machen, andererseits aber das Vertrauen der Fed in die Konjunkturentwicklung demonstrieren.

Der Dow Jones Industrial Index gab um 62,13 Punkte oder 0,38 Prozent auf 16.370,96 Einheiten ab. Der S&P-500 Index fiel 8,02 Punkte oder 0,41 Prozent auf 1.953,03 Zähler. Der Nasdaq Composite Index reduzierte sich um 16,58 Einheiten oder 0,34 Prozent auf 4.805,76 Zähler zu.

Für Marktanalyst Michael Hewson vom Wertpapierhaus CMC Markets steht die Bedeutung des Fed-Zinsentscheids für die Anleger außer Frage. Die jüngsten Konjunkturdaten insbesondere vom Arbeitsmarkt könnten Argumente dafür liefern, dass die weltgrößte Volkswirtschaft einen kleinen Zinsschritt verkraften könne. Doch anders als bei der positiven Beschäftigungsentwicklung habe es bei der angestrebten Preissteigerung keine Fortschritte gegeben.


Schwächste Werte im Dow Jones waren Cisco, Visa und Johnson & Johnson mit Kursabschlägen von jeweils mehr ein Prozent. Unternehmensseitig sorgten zwei Milliardenübernahmen für Gesprächsstoff. Die Aktien von Solera Holding sprangen um 8,50 Prozent auf 53,655 US-Dollar hoch, nachdem die Beteiligungsgesellschaft Vista Equity Partners den Kauf des Versicherungssoftware-Spezialisten mitgeteilt hatte. Vista zahlt 3,74 Milliarden Dollar in bar - das entspricht 55,85 Dollar je Aktie und einem Aufschlag von knapp 13 Prozent zum Freitags-Schlusskurs. Inklusive der Übernahme von Schulden beläuft sich das Volumen der geplanten Transaktion auf 6,5 Milliarden Dollar.

Zudem will der britisch-irische Pharmakonzern Shire seine milliardenschwere Offerte für die US-Biotechfirma Baxalta versüßen. Shire suche nach Möglichkeiten, um den Baxalta-Aktionären schneller Bargeld auszuzahlen als dies das geplante Aktienrückkaufprogramm erlauben würde, berichtete das "Wall Street Journal". Anfang August trommelte Shire mit einem 30 Milliarden US-Dollar schweren Gebot gegen den Willen von Baxalta für eine Übernahme. Shire will Baxalta mit eigenen Aktien bezahlen. Die Anteilsscheine des US-Unternehmens legten um 4,30 Prozent zu.

Aktien von Apple befestigten sich um 0,95 Prozent. Der Technologiekonzern peilt mit seinen neuen iPhone-Modellen einen neuen Bestwert beim Verkauf am ersten Wochenende an. Der Konzern sei auf Kurs, die Marke von zehn Millionen Geräten vom Start der beiden Versionen des iPhone 6 zu übertreffen, erklärte ein Apple-Sprecher nach ersten Vorbestellungen.