Tokio schließt uneinheitlich

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Nikkei-225 +0,20 %. Topix -0,38 %. Sorgen um die Lage im Bankensektor haben den Markt belastet. Zugleich hätten aber Hoffnungen auf positive Konjunkturdaten aus China den Nikkei gestützt.

Es sieht so aus, als ob die Risikobereitschaft etwas zurückkehrt", kommentierte Stratege Nagayuki Yamagishi von Mitsubishi UFJ Securities das Handelsgeschehen. Die US-Arbeitsmarktdaten zum Oktober, die am vergangenen Freitag veröffentlicht worden waren, seien zwar nicht gut ausgefallen und normalerweise sei der Markt in solchen Fällen nicht gerade glücklich, "aber die nach unten revidierten Daten für August und September zeigen, dass die Lage sich verbessert."

Allerdings gab es auch kritischere Interpretationen der Zahlen. "Eine Arbeitslosenquote von über 10 % ist ziemlich hart und weckt unausweichlich Sorgen über die Ausgaben der Verbraucher", sagte etwa Stratege Noritsugu Hirakawa von Okasan Securities.

Die Aktien des Landmaschinenherstellers Kubota legten dank Hoffnungen auf eine weiter gute Entwicklung des chinesischen Wirtschaftswachstums um 8 % auf 766 Yen zu. Hitachi Construction verteuerten sich um 2,7 % auf 2.300 Yen, für Komatsu ging es um 1,9 % auf 1.854 Yen nach oben.

Citizen Holdings sprangen um 7,8 % auf 526 Yen hoch. Der Uhren- und Elektronikteile-Hersteller hob mit Verweis auf Kostensenkungsanstrengungen seinen operativen Gewinnausblick für das Geschäftsjahr um 83 % an. Nomura stufte die Aktie von "Neutral" auf "Buy" hoch. Mitsui Sumitomo verteuerten sich um 8,6 %, nachdem der Versicherer angekündigt hatte, seine Gewinnziele problemlos zu übertreffen.

Dagegen verzeichneten Bankentitel Verluste, nachdem Großbritannien auf dem G20-Treffen der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer mit einem Vorstoß zur Einführung einer globalen Finanzmarktsteuer überrascht hatte. Sumitomo Mitsui Financial (SMFG) büßten 3,2 % auf 3.060 Yen ein, Mizuho Financial gaben um 1,7 % auf 176 Yen nach. Rohm Co Ltd verloren 5,3 % auf 5.950 Yen, nachdem der Hersteller von Spezialchips seine Gewinnprognose gesenkt hatte.

Leitbörsen in Fernost schließen fester

Der Hang Seng in Hongkong stieg um1,73 %. Die asiatischen Börsen reagierten positiv auf die Ankündigung der G20-Länder, die Maßnahmen zur Konjunkturstabilisierung aufrechtzuerhalten. Weiters erregte die Zurückweisung des Übernahmeangebot von AMP an den Versicherer Axa Asia Pacific besondere Aufmerksamkeit.

Zulegen konnten auch die Märkte in Singapur und Sydney. Der FTSE Straits Times Index schloss bei 2.693,38 Zählern und einem Plus von 1,32 %. Der All Ordinaries Index in Sydney stieg um 1,78 %. Die Chinesische Börse konnte vom Aufwärtstrend der anderen asiatischen Börsen nur bedingt profitieren. Der Shanghai Composite legte um 0,36 %.

Banktitel stützen hingegen die Börse in Hong Kong. Die Industrial and Commercial Bank of China stieg um 3,1 % auf 6,66 Hong Kong Dollar. Das Kasinobetreiber Galaxy Entertainment aus Macau gewann 9,43 % auf 3,83 Hong Kong Dollar.

In Singapur stiegen die Aktien des größten südostasiatischen Kreditgebers DBS Group um 2,5 % auf 13,72 Singapur-Cents. Die Analysten der Credit Suisse Gorup erhöhten die Anlageempfehlung für DBS von "Hold" auf "Buy".

Vor allem Goldtitel stützten die Börse in Sydney. Der größte australische Goldproduzent Newcrest Mining legte um 3,6 % auf 35,30 Australische Dollar zu. Die Aktien des Versicherers Axa Asia Pacific stiegen nach der Zurückweisung des Übernahmeangebot von AMP um 32,56 % auf 5,7 Australische Dollar. Das Angebot stellt den größten Übernahmeversuch des Jahres in der Region dar.

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