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US-Börsen deutlich höher erwartet

Die Arbeitslosenquote ist in den USA im November überraschend gesunken. Die Quote ging von 10,2 % im Vormonat auf 10 % und die Beschäftigtenzahl außerhalb der Landwirtschaft auf Monatssicht um nur noch 11.000 zurück. Volkswirte hatten mit einem mehr als zehnmal so großen Abbau um 130.000 Stellen gerechnet.

Die Bank of America forciert einem Bericht zufolge die Suche nach einem neuen Chef. Die Nachfolgersuche gestaltet sich bisher mehr als schwierig - unter anderem deshalb, weil die Bank weiter mit 45 Mrd. Dollar staatlichem Kapital gestützt wird und daher die Gehälter für die Vorstände begrenzt sind. Die Bank hatte allerdings in dieser Woche angekündigt, dem Staat das Geld noch in diesem Jahr zurückzahlen zu wollen. 26 Mrd. Dollar will die Bank aus vorhandenen Mitteln schöpfen. 19 Mrd. Dollar hat sich das Institut, das unter den Banken zu den größten Verlierern der Finanzkrise gehört, am Kapitalmarkt geholt.

Der staatlich gestützte Versicherer American International Group (AIG) könnte durch den Börsengang seiner asiatischen Lebensversicherungssparte laut einem Pressebericht bis zu 10 Mrd. Dollar einnehmen. Das "Wall Street Journal" zitiert mit der Sache vertraute Personen, die die erwarteten Einnahmen auf 5-10 Mrd. Dollar bezifferen. Die Sparte mit dem Namen AIA Group soll an der Hongkonger Börse notiert werden. Der Zeitung zufolge soll der Börsengang in der ersten Hälfte des kommenden Jahres stattfinden.

Der Netzwerkausrüster Cisco hat mittlerweile die Kontrolle über 90 % der Aktien des norwegischen Videokonferenz-Spezialisten Tandberg erhalten und kann somit mit dem Squeeze-Out-Verfahren für die noch verbleibenden Aktionäre beginnen. Das Geschäft mit Videokonferenzen gilt als Wachstumsmarkt, weil Unternehmen damit etwa Reisekosten einsparen können.

Im Technologie-Sektor sollten Anleger auch Halbleiterwerte beobachten. Der weltgrößte Chip-Auftragsfertiger Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC) erhöhte seine Absatzprognosen für den weltweiten Halbleitermarkt im kommenden Jahr. Big Lots legten vorbörslich kräftig zu. Der Quartalsgewinn des Einzelhändlers fiel besser aus als erwartet. Zudem hob das Unternehmen den Ausblick an.