Wall-Street im Visier der Politik

US-Börsen eröffnen mit deutlichen Abschlägen

Bis 16.50 Uhr MEZ fiel der Dow 130,24 Einheiten oder 1,21 % auf 10.652,71 Zähler. Der S&P-500 verlor 18,55 Punkte oder 1,6 % auf 1.138,89 Zähler. Der Nasdaq Composite verringerte sich um 44,01 Punkte (-1,84 %) auf 2.350,35 Einheiten.

Unter den an der New York Stock Exchange gelisteten Titeln standen sich bisher 257 Gewinner und 2.650 Verlierer gegenüber. 71 Werte notierten unverändert. Bis zum oben genannten Zeitpunkt wurden rund 328,36 Mio. Aktien umgesetzt.

Ein schwächer als erwartet aufgehelltes Konsumklima in den USA und Sorgen um die Schuldenkrise in der Euro-Zone haben die US-Börsen zum Handelsstart am Freitag in die Verlustzone gedrückt. Wie tief die Angst der Anleger sitzt, zeigt die Tatsache, dass selbst einige positive Konjunkturdaten das Ruder nicht herumreißen konnten.

So waren im April sowohl der US-Einzelhandelsumsatz als auch die Industrieproduktion in den USA stärker gestiegen als erwartet. Ein Händler betonte mit Blick auf die Schuldenkrise, dass auch das milliardenschwere Rettungspaket für notleidende Euro-Länder nicht wie von Zauberhand alle Probleme beseitigen könne.

Kreditkartenunternehmen verloren zu Handelsbeginn deutlich. Zuvor hatte der US-Senat beschlossen, die Kreditkartengebühren beschneiden zu wollen. Mastercard verloren 7,13 % auf 215,75 Dollar und Visa sanken um 7,83 % auf 79,02 Dollar.

Auch US-Bankenwerte standen wie europäische Bankentitel unter Verkaufsdruck: Citigroup verloren 2,93 % auf 3,97 Dollar und Bank of America verbilligten sich um 2,25 % auf 16,49 Dollar.