Wall-Street im Visier der Politik

US-Börsen kaum verändert erwartet

Nach der Nachrichtenvielfalt der Vortage mit einer ganzen Reihe von Bilanzvorlagen und der Sorge um die Kreditkrise in Europa kehre zum Wochenausklang deutlich mehr Ruhe ein, sagten Börsianer.

So stand vor Börsenstart die Entwicklung der US-Wirtschaft (BIP) im ersten Quartal im Fokus. Erwartungsgemäß ging etwas an Schwung verloren. Im Verlauf dürften dann noch weitere Konjunkturdaten wie der Chicagoer Einkaufsmanagerindex und Verbraucherstimmung der Uni Michigan Bewegung bringen.

Gegen 14.55 Uhr stand der Dow-Future mit 0,03 % im Minus, nachdem der US-Leitindex am Vortag 1,1 % auf 11.167,32 Punkte zugelegt hatte. Mehrheitlich gute Zahlen und die Hoffnung auf eine Lösung der griechischen Schuldenkrise hatten den Markt gestützt. Der Future auf den Nasdaq 100 stand um 0,06 % über dem Vortagesschluss. Am Donnerstag war der Auswahlindex um 1,76 % auf 2.042,89 Punkte gestiegen.

Nach der Zahlenflut der Vortage bindet nun lediglich Chevron als Schwergewicht aus dem Ölsektor mit seiner Bilanzvorlage die Aufmerksamkeit der Investoren. Der zweitgrößte US-Ölkonzern hat den Umsatz und Gewinn im 1. Quartal 2010 kräftig gesteigert. Einem Börsianer zufolge waren die Gewinnziffern auf den ersten Blick etwas besser als erwartet, während der Umsatz etwas enttäuscht habe. Die Aktie gab vorbörslich etwas nach.