US-Börsen kaum verändert gesehen

US-Börsen kaum verändert gesehen

Vor dem Start der Berichtssaison, die traditionell vom Aluminiumkonzern Alcoa eingeläutet wird, könnten sich die Anleger mit Investitionen vorerst zurückhalten. Immerhin war der US-Leitindex Dow Jones (DJIA) am Freitag nach positiven Konjunkturdaten kurzzeitig wieder über die Marke von 11.000 Punkten gestiegen und hatte im Plus geschlossen.

Gegen 14.40 Uhr notierte der Dow-Future mit 0,03 % im Plus. Am Freitag war der DJIA mit einem Aufschlag von 0,64 % auf 10.997,35 Punkte in das Wochenende gegangen. Der Nasdaq-100-Future gewann 0,01 %, nachdem der Auswahlindex für Technologiewerte am Freitag um 0,69 % auf 1.994,43 Punkte gestiegen war.

Bevor Alcoa nach Börsenschluss über das abgelaufene 1. Quartal berichten wird, dürften zunächst die Titel des Smartphone-Herstellers Palm, die Aktien der Fluggesellschaften US Airways und United Airlines sowie von Bergbauunternehmen wie Bingham Canyon in den Blick rücken.

Der verlustreiche Smartphone-Hersteller Palm will sich selbst zum Verkauf stellen. Der taiwanesische Rivale HTC und der chinesische Computerhersteller Lenovo hätten bereits Interesse gezeigt, hieß es. Schon diese Woche könnte Palm demnach die ersten Angebote einsammeln.

Im Luftfahrtsektor nimmt außerdem eine der größten Fusionen Gestalt in dieser Branche an: Die Gespräche zwischen US Airways und UAL seien "sehr ernsthaft", berichtete das "Wall Street Journal". Ein Abschluss sei aber nicht zwingend. Wenn er komme, dann werde kein Geld fließen, sondern es würden Aktien getauscht. In zwei bis drei Wochen könnte es soweit sein.

Einen neuen Chef bekommt der weltweit zweitgrößte Kreditkartenanbieter Mastercard. Der bisherige Leiter des operativen Geschäfts, Ajay Banga, übernimmt zum 1. Juli den Posten von Robert Selander. Die Aktien von Bingham Canyon und anderer Bergbauunternehmen könnten davon profitieren, dass der Kupferpreis ein 20-Monatshoch erreicht hat. Auslöser sei gewesen, dass der US-Dollar etwas an Boden verloren hat und dass Anleger auf eine Übernahmeschlacht um das australische Unternehmen Macarthur Coal hofften, meinten Börsianer.

Aktien von IT-Unternehmen könnten ebenfalls in den Blick rücken. Nach der Einschätzung des Marktforschungsinstituts Gartner werden in diesem Jahr die weltweiten IT-Ausgaben um 5,3 % auf 3,4 Billionen Dollar zulegen. Der Löwenanteil dieses Anstiegs gehe allerdings auf den Wertverlust des Dollars zurück. Besonders der saisonal unüblich hohe Hardware-Absatz im ersten Quartal lasse in Verbindung mit der Erholung der Weltkonjunktur auf steigende Umsätze schließen, schrieb Analyst Richard Gordon in einer Studie.