Wall-Street im Visier der Politik

US-Börsen mit leichten Rückgängen

Die New Yorker Aktienbörse hat am Montag mit etwas leichteren Kursen geschlossen. Nach vier Gewinntagen in Folge gab es an der Wall Street zum Wochenstart Rückgänge zu beobachten. Der Dow Jones Industrial Index sank 18,97 Punkte oder 0,18 % auf 10.383,38 Einheiten. Der S&P-500 Index verlor 1,16 Punkte (-0,10 %) auf 1.108,01 Zähler. Der Nasdaq Composite Index verringerte sich um 1,84 Einheiten oder 0,08 % auf 2.242,03 Zähler.

Händlern zufolge hielten sich Anleger mangels neuer Konjunkturdaten zurück. Zudem werde nach der überraschenden Anhebung des Diskontsatzes vergangene Woche durch die US-Notenbank, zu dem sich Banken im Notfall Liquidität beschaffen können, nun auf die Ausführungen von Fed-Chef Ben Bernanke vor einem Ausschuss des US-Repräsentantenhauses am Mittwoch zur künftigen Geldpolitik gewartet.

Im Fokus stand eine milliardenschwere Übernahme. Der Ölfeldausrüster Schlumberger hat sich am Wochenende mit dem kleineren Konkurrenten Smith International auf dessen Übernahme geeinigt. Schlumberger will Smith für mehr als 11 Mrd. Dollar übernehmen. Die Titel von Schlumberger verloren 3,65 % auf 61,57 Dollar, während sich Aktionäre von Smith über ein Plus von 8,83 % auf 41,03 Dollar freuen konnten.

Unterdessen verloren Merck & Co 0,99 % auf 37,12 Dollar, Pfizer fielen um 0,22 % auf 17,95 Dollar. US-Präsident Barack Obama hat vor dem "Gesundheitsgipfel" in Washington einen Kompromissentwurf vorgelegt, um so sein wichtigstes Reformvorhaben doch noch zu retten. Händlern zufolge belasteten die Pläne von Obama, die Pharmaunternehmen mit weiteren 10 Mrd. Dollar zu belasten.

Auch einige Zahlenvorlagen rückten in den Blick. Allerdings wurden weder die besser als erwartet ausgefallenen Ergebnisse von Lowe's Companies noch die Punktlandung von Campbell Soup honoriert. Die Aktien der Baumarktkette fielen um 0,26 % auf 23,07 Dollar - das laufende Quartal werde aufgrund des Winterwetters schwächer ausfallen, so das Unternehmen.

Titel des Konkurrenten Home Depot, der am Dienstag Zahlen vorlegt, stiegen um 0,56 % auf 30,32 Dollar. Aktien des Suppenherstellers Campbell verloren 1,27 % auf 33,5 Dollar. Bereits in der Vorwoche wurde eine Umsatzwarnung ausgesprochen, Analysten bezweifeln nun aber, ob Campbell überhaupt die niedrigeren Ziele erreichen kann.