Dow Jones Börse

Dow Jones

US-Börsen schließen fester

Steigende Ölpreise und positive Apple-Nachrichten stützen Märkte zusätzlich.

Angetrieben durch die Hoffnung auf weiterhin niedrige US-Leitzinsen haben die US-Börsen den Handel am Donnerstag klar im Plus beendet. Unterstützend hinzu kamen steigende Ölpreise und positive Unternehmensnachrichten von Apple.

Der Dow Jones stieg um klare 177,71 Einheiten oder 0,99 Prozent auf 18.212,48 Zähler. Der 500 ausgewählte US-Unternehmen fassende S&P-500 Index gewann 21,49 Punkte (plus 1,01 Prozent) auf 2.147,26 Zähler. Der Technologieindex Nasdaq Composite Index erhöhte sich um 75,91 Einheiten oder 1,47 Prozent auf 5.249,69 Zähler.

Schwächer als erwartet ausgefallene US-Daten haben die Anleger heute in ihrer Annahme unterstützt, dass die US-Notenbank Fed ihre Zinsen bei der kommende Woche anstehenden Zinssitzung nicht erhöhen wird und damit für Auftrieb an den Märkten gesorgt. Die kommende Woche anstehenden Zinssitzung der US-Notenbank wird mit Spannung erwartet. In den vergangenen Handelstagen hatte noch Unsicherheit über die weitere geldpolitische Entwicklung in den USA geherrscht.

Im August ist die Industrieproduktion in den USA stärker gesunken als erwartet. Die Gesamtproduktion fiel zum Vormonat um 0,4 Prozent. Bankvolkswirte hatten im Mittel nur einen Rückgang um 0,2 Prozent erwartet. Auch die Stimmung in der Industrie im Bundesstaat New York deutet weiter auf eine schrumpfende Produktion hin. Der Indikator liegt weiter unter der Wachstumsschwelle. Analysten hatten eine Verbesserung auf minus 1,00 Punkte erwartet.

Daneben sind die Umsätze der Einzelhändler im August um 0,3 Prozent zum Vormonat und damit etwas stärker als erwartet gesunken. Außerdem haben die Erzeugerpreise überraschend nicht zugelegt und blieben im Vergleich zum Vormonat unverändert, während Volkswirte einen leichten Anstieg prognostiziert hatten.

Unternehmensseitig rückten Apple-Aktien in den Fokus. Die Titel zogen mit plus 3,40 Prozent an die Spitze des Dow Jones und profitierten damit von Berichten über eine besonders hohe Nachfrage nach dem neuen Mobiltelefon des Elektronikkonzerns. Das neue iPhone 7 Plus ist nach Angaben von Apple bereits eine Woche nach seiner Präsentation weltweit ausverkauft, das kleinere iPhone 7 in der neuen Variante Diamantschwarz sei ebenfalls vorerst nicht mehr lieferbar.

Gesucht waren auch andere Technologiewerte: So stiegen Intel um 2,64 Prozent, Microsoft gewannen 1,65 Prozent und IBM erhöhten sich um 1,05 Prozent. Im Zuge steigender Ölpreise waren außerdem ExxonMobil (plus 0,57 Prozent) und Chevron (plus 1,10 Prozent) klar in der Gewinnzone zu finden.

Fiat-Chrysler-Papiere legten um 2,03 Prozent zu. Der Autobauer prüfe nach eigenen Angaben eine Partnerschaft mit dem chinesischen Branchenkollegen Beijing Automotive Industry Holding (Baic).

Bei Wells Fargo ging es dagegen um 0,80 Prozent bergab. Die Affäre um Millionen gefälschter Konten hat die Großbank einem Bericht zufolge ins Visier des US-Justizministeriums gebracht. Die Behörde habe Ermittlungen gegen das Unternehmen eingeleitet, schrieb das "Wall Street Journal" unter Berufung auf Insider.

Auch Monsanto büßten deutliche 2,38 Prozent ein. Nach der Bekanntgabe der Übernahme durch Bayer hat die Ratingagentur Standard and Poor's (S&P) die Bewertung für die Kreditwürdigkeit des Saatgutkonzerns auf "BBB" abgestuft, von zuvor "BBB+". Das schwierige Geschäftsumfeld für Monsanto werde sich mindestens ein Jahr lang nicht bessern, hieß es zur Begründung.