US-Börsen schließen wenig bewegt

Yahoo im Minus

US-Börsen schließen wenig bewegt

Dow Jones stieg 21,04 Punkte oder 0,17 Prozent auf 12.418,42 Einheiten.

Die New Yorker Aktienbörsen haben am Mittwoch ihre anfänglichen Verluste mehrheitlich wieder aufgeholt und letztlich nahe ihrer Vortagesstände geschlossen. Belastend wirkten im Frühhandel die neu aufgeflammten Sorgen um die Banken der Eurozone, hieß es aus dem Handel. Aktuelle Konjunkturdaten waren zudem enttäuschend ausgefallen. Die US-Auftragseingänge der Industrie im November sind etwas weniger als erwartet gestiegen. Einige Experten verwiesen aber darauf, dass es der größte Anstieg seit vier Monaten gewesen sei, was auf eine zunehmende Erholung der amerikanischen Wirtschaft hindeute.

Der Dow Jones Industrial Index stieg 21,04 Punkte oder 0,17 Prozent auf 12.418,42 Einheiten. Bereits am Vortag hatte der US-Leitindex ein Fünfmonatshoch erklommen. Der S&P-500 Index gewann geringfügig um 0,24 Punkte (plus 0,02 Prozent) auf 1.277,30 Zähler. Der Nasdaq Composite Index verringerte sich hingegen um minimale 0,36 Einheiten oder 0,01 Prozent auf 2.648,36 Zähler.

Die anfängliche Schwäche an der Wall Street verschuldeten neue Sorgen über die Fähigkeit der europäischen Banken, ihr Eigenkapital zu stärken, hieß es. Im Blickpunkt stand Italiens größte Bank UniCredit, die ihre Aktionäre mit massiven Rabatten locken muss, um dringend benötigte 7,5 Milliarden Euro frisches Kapital einzusammeln. Vor diesem Hintergrund gerieten im Frühhandel einige Bankenwerte unter Druck. Letztlich drehte sich aber der Trend und die Papier von Bank of America (plus 0,17 Prozent) und JPMorgan (plus 0,63 Prozent) rückten erneut in die Gewinnzone vor.

Gut gesucht präsentierten sich zur Wochenmitte die Technologiewerte im Dow Jones, wo allen voran Microsoft um 2,37 Prozent zulegen konnten. Kursgewinne gab es auch bei Cisco (plus 1,93 Prozent) und Intel (plus 2,32 Prozent). Letztere profitierten von einer Branchenstudie von Deutsche Bank, in welcher Intels Anlageempfehlung mit "Buy" bestätigt worden war.

Im späteren Handelsverlauf stützten außerdem die Papieren jener Autobauer, die im Dezember mehr Fahrzeuge verkaufen konnten. So legten etwa Ford um 1,53 Prozent auf 11,30 Dollar zu und General Motors stiegen um 0,48 Prozent auf 21,15 Dollar. Ford setzte im Dezember um zehn Prozent mehr ab als im Vorjahresmonat und General Motors steigerte seine Verkäufe um fünf Prozent.

Yahoo notierten unterdessen mit einem Abschlag von 3,10 auf 15,78 Dollar. Nach monatelanger Suche hat der schwächelnde Internet-Konzern einen neuen Chef. Scott Thompson kommt von der Handelsplattform EBay und war dort zuletzt für den Zahlungsdienstleister PayPal verantwortlich. Analysten halten einen Verkauf Yahoos unter dem neuen Chef nun für unwahrscheinlicher.

Einen regelrechten Kurssturz erfuhren die Titel von Eastman Kodak (minus 28,19 Prozent auf 0,47 Dollar). Der schwer angeschlagene US-Fotokonzern schließt einem Medienbericht zufolge einen Insolvenzantrag nicht mehr aus. Ein Antrag auf Gläubigerschutz könnte im Januar oder Anfang Februar gestellt werden, falls es dem Konzern nicht gelinge, digitale Patente zu verkaufen, berichtete das "Wall Street Journal".