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Dow Jones

US-Börsen tendieren zur Eröffnung höher

Anleger hoffen auf Hinweise zu kommenden Zinserhöhungen.

Die US-Börsen sind am Montag mit Kursgewinnen in den Handel gestartet. Im weiteren Tagesverlauf dürften sich die Blicke der Anleger vor allem auf eine Rede von Notenbankchefin Janet Yellen richten.

Der Dow Jones stieg um 81,81 Einheiten oder 0,46 Prozent auf 17.888,87 Zähler. Der breiter gefasste S&P-500 Index gewann 7,21 Punkte oder 0,34 Prozent auf 2.106,34 Zähler. Der Nasdaq Composite Index legte 12,50 Punkte oder 0,25 Prozent auf 4.955,02 Einheiten zu.

Am Freitag hatte ein enttäuschend ausgefallener Arbeitsmarktbericht der Wall Street noch Kursverluste beschert. Im Mai waren in der US-Wirtschaft 38.000 neue Jobs geschaffen worden. Analysten hatten hingegen mit 164.000 Stellen gerechnet.

Am Markt wurden die Daten so interpretiert, dass eine Zinserhöhung im Juni nun endgültig vom Tisch sei. Nicht wenige Anleger rechnen sogar damit, dass die Notenbank Fed auch beim darauffolgenden Termin im Juli noch einmal stillhalten könnte.

Vor diesem Hintergrund dürfte die Rede von Fed-Chefin Janet Yellen am frühen Abend genau auf mögliche Hinweise abgeklopft werden. Ob sie jedoch klare Anhaltspunkte liefern wird, ist fraglich. Die Analysten der Helaba erwarten, dass sich Yellen nicht eindeutig zu einer Straffung der Geldpolitik bekennen werde. Yellens Kollege von der regionalen Notenbank in Boston, Eric Rosengren, hat sich unterdessen bereits für eine straffere Geldpolitik trotz der zuletzt etwas schwächeren Konjunkturdaten ausgesprochen.

Auf Unternehmensseite blieb es weitgehend ruhig. Im Dow Jones nahmen die Ölaktien Chevron (plus 0,45 Prozent) und ExxonMobil (plus 0,49 Prozent) Spitzenplätze ein. Der US-Ölpreis lag zuletzt fast zwei Prozent im Plus, ein Barrel kostete damit ungefähr 49,5 Dollar.

Fester tendierten außerdem die Anteilsscheine von Visa, die um 0,55 Prozent auf 80,37 Dollar stiegen. Die Analysten von JPMorgan haben sie mit der Anlageempfehlung "Overweight" und einem Kursziel von 88 Dollar wieder in die Bewertung aufgenommen.

Die Papiere des Google-Mutterkonzerns Alphabet hingegen reagierten kaum auf den Führungswechsel bei Googles Milliarden-Zukauf Nest: Der Mitgründer und Unternehmenschef, Tony Fadell, trat zurück. Fadell war einst bei Apple maßgeblich an der Entwicklung des Musikplayers iPod beteiligt und gilt als einer der Stars des Silicon Valley. Im Frühhandel stiegen die Alphabet-Aktien um geringfügige 0,11 Prozent.