US-Börsen treten auf der Stelle

Dow Jones

US-Börsen treten auf der Stelle

Die Euphorie nach gebremster Zinswende weicht Konjunktursorgen.

Die New Yorker Aktienindizes sind am Donnerstag kurz nach Eröffnung kaum vom Fleck gekommen. Gegen 14.40 Uhr verlor der Dow Jones Industrial Index 11,09 Einheiten oder 0,06 Prozent auf 17.314,67 Zähler. Der S&P-500 Index fiel um 2,57 Punkte oder 0,13 Prozent auf 2.024,65 Zähler. Der Nasdaq Composite Index gab um 12,47 Punkte oder 0,26 Prozent auf 4.751,51 Einheiten nach.

Nachdem noch am Vortag an der Wall Street die heuer von vier auf zwei gestutzten Zinserhöhungen durch die US-Notenbank Fed für Kauflaune gesorgt hatten, war diese im Eröffnungshandel wieder passé. Dabei waren durchaus positive Konjunkturdaten publik geworden: Doch eine überraschend starke Stimmungsaufhellung in den Betriebe der Region Philadelphia und etwas weniger als erwartete Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gereichten nicht für einen positiven Handelsstart.

Ein Analyst befand: "Nach der ersten Euphorie über die langsamere Zinswende wird der pessimistische Tonfall der Fed stärker wahrgenommen. Sollte sich die Konjunkturentwicklung tatsächlich derart abschwächen, wird sich das auch in den Konzernbilanzen negativ auswirken."

Einen ersten Vorgeschmack darauf lieferte Caterpillar: Der Anbieter von schweren Bergbau-Fahrzeugen litt unter dem Verfall der Rohstoffpreise und verfehlte mit seinen Prognosen für den Gewinn und den Umsatz im ersten Quartal die Markterwartungen. Wegen schwächelnder Nachfrage werde der Umsatz im ersten Quartal nur 9,3 bis 9,4 Mrd. Dollar betragen, teilte der Konzern mit, während Analysten bisher 10,3 Mrd. Dollar erwartet hatten. Für die Aktien ging es 0,70 Prozent nach unten.

Besser laufen die Geschäfte von FedEx, der US-Paketdienst hatte mit seinen Quartalszahlen positiv überrascht. Vorstandschef Fred Smith verwies auf das starke Wachstum im E-Commerce. Infolge schnellten die Anteilsscheine um 7,36 Prozent hoch.

Den zehnten Geburtstag hätte man sich bei Twitter wohl mit rosigeren Aussichten gewünscht. Doch bereits zum ersten runden Geburtstag hat der Kurzmitteilungsdienst wenig zu feiern. Zuletzt ging erstmals die Zahl aktiver Nutzer leicht zurück, Quartal für Quartal stehen tiefrote Zahlen in der Bilanz und die Aktie hängt im Kurskeller deutlich unter dem Ausgabepreis des Börsengangs von 2013 fest. Gegenüber dem Hauptkonkurrenten Facebook ist man dabei weiterhin klar im Hintertreffen. Die Aktien von Twitter verbilligten sich um 0,18 Prozent.