US-Börsen zur Eröffnung schwächer erwartet

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Die US-Börsen werden am Freitag nach einer herben Enttäuschung vom Arbeitsmarkt schwach erwartet.

Der Stellenabbau hat sich im September deutlicher verstärkt als erwartet. Händlern zufolge machten sich nun verstärkt Sorgen breit, dass die Entwicklung am Arbeitsmarkt die Erholung untergraben könnte. Nach Börsenstart rücken dann noch die Auftragseingänge in der Industrie in den Fokus.

Gegen 14.40 Uhr fiel der Future auf den US-Leitindex Dow Jones um 1,09 %. Am Vortag hatte der weltweit bekannteste Aktienindex bereits deutliche 2,09 % auf 9.509,28 Punkte verloren. Der Future auf den Nasdaq 100 verlor zuletzt 0,91 %. Am Donnerstag war der Auswahlindex für Technologiewerte um 3,06 % abgesackt und hatte bei 1.666 Zählern geschlossen.

Northrop Grumman legten vorbörslich zu. Der US-Rüstungskonzern hat dem Flugzeugbauer Boeing einen milliardenschweren Wartungsauftrag für Tankflugzeuge der US-Luftwaffe abgejagt. Der Auftrag habe einen Wert von 3,8 Mrd. US-Dollar, teilte das US-Verteidigungsministerium am Donnerstagabend mit. Boeing gaben vorbörslich nach.

Unterdessen hat sich nun General Electric (GE) zu den Spekulationen um seine Film- und Fernsehtochter NBC Universal geäußert. Es gebe Gespräche über Partnerschaften oder einen Börsengang von NBC, sagte GE-Chef Jeffrey Immelt als Antwort auf die Frage von Journalisten, ob GE NBC verkaufen wolle. Kreisen zufolge ist der größte US-Kabelnetzbetreiber Comcast bereit, eine Kaufangebot für NBC vorzulegen. Comcast wolle 51 % der Anteile kaufen, den Rest solle GE halten. GE besitzt derzeit 80 Prozent an NBC, weitere 20 % liegen bei dem französischen Medienkonzern Vivendi. Am Markt wird erwartet, dass sich Vivendi bald von seinem Anteil trennen wird.

Der weltgrößte Einzelhändler Wal-Mart Stores sieht inzwischen eine langsame Erholung von den herausfordernden Bedingungen in den USA. Hier sollten Marktanteilsgewinne im Heimatmarkt und ein robustes Geschäft in Asien helfen.

CIT kommt nicht aus den Schlagzeilen. Der ums Überleben kämpfende US-Finanzierer versucht mit einer milliardenschweren Umschuldung der drohenden Insolvenz zu entgehen. Sollte die Neuordnung der Finanzen nicht in ausreichendem Maße gelingen, droht CIT weiterhin die Pleite. Daher legte das Unternehmen seinen Gläubigern am Donnerstagabend (Ortszeit) bereits einen Plan vor, der CIT unter dem Gläubigerschutz des US-Insolvenzrechts (Chapter 11) wieder in die Gewinnzone führen soll.

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