Dow Jones / NYSE

Wall Street

US-Börsen zur Eröffnung uneinheitlich

Der Dow Jones Industrial Index steig um 12,88 Einheiten oder 0,07 Prozent

Die US-Börsen haben am Montag kurz nach Handelsbeginn uneinheitlich tendiert. Gegen 15.45 Uhr stieg der Dow Jones Industrial Index um 12,88 Einheiten oder 0,07 Prozent auf 18.023,56 Zähler. Der S&P-500 Index verlor 1,46 Punkte oder 0,07 Prozent auf 2.105,93 Zähler. Der Nasdaq Composite Index gab um 9,23 Punkte oder 0,18 Prozent auf 5.060,79 Einheiten nach.

Vorgaben aus Europa und Asien waren überwiegend positiv. Vor allem in China ging der Shanghai Composite mit einem deutlichen Plus von 4,7 Prozent aus dem Handel. Marktteilnehmer hoffen derzeit auf weitere wirtschaftsfördernde Maßnahmen durch die chinesische Regierung, nachdem die jüngsten Konjunkturindikatoren nicht überzeugen konnten.

Dennoch sorgt Griechenland nach wie vor für Unsicherheit. Entgegen anderslautender Marktgerüchte steht eine Einigung mit Griechenland im Schuldenstreit nach Angaben von EU-Vertretern nicht unmittelbar bevor. Von einer kurz bevorstehenden Bekanntgabe einer solchen Einigung am Montagnachmittag sei nichts bekannt, sagte ein EU-Vertreter. Griechenland muss am 5. Juni eine IWF-Kredittranche bedienen.

Der Konsum in den USA ist unterdessen überraschend stagniert. Die Ausgaben für den privaten Verbrauch blieben im April zum Vormonat konstant. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem Plus von 0,2 Prozent gerechnet, nachdem der Konsum im März noch um 0,5 Prozent anzog. Im weiteren Verlauf steht noch der ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe im Monat Mai an. Es wird eine leichte Steigung erwartet, was erneut die Diskussion über eine baldige Zinserhöhung anfachen dürfte.

Bei den Einzelwerten stand eine Übernahme im Fokus. Der weltgrößte Chiphersteller Intel macht ernst und legt für die Übernahme des kleineren Rivalen Altera 16,7 Mrd. Dollar auf den Tisch. Intel bietet wie bereits seit längerem spekuliert 54 US-Dollar in bar je Altera-Papier. Das sind rund 10 Prozent mehr als der Schlusskurs vom Freitag. Sollte der Deal durchgehen, wäre es die größte Übernahme in der Firmengeschichte von Intel. Zuletzt hatte sich die Gerüchteküche um eine bevorstehende Übernahme wieder aufgeheizt, nachdem Gespräche im April zunächst gescheitert seien sollen. Altera stiegen deutliche 6,14 Prozent, Intel tendierten 0,15 Prozent im Plus.

Aktien von General Electric (GE) fielen 0,37 Prozent. Der US-Mischkonzern treibt den Rückzug aus dem Finanzbereich voran. Insiderinformationen zufolge hat das Unternehmen den Verkaufsprozess für eine Reihe von gewerblichen Kreditgeschäften in den USA gestartet, die sich auf rund 40 Mrd. Dollar summieren.

Die Aktien der Großbank Citigroup standen unterdessen bei plus 1,53 Prozent. Das Institut profitierte von einer Aufstufung durch Goldman Sachs von "Hold" auf "Buy".

Auch Microsoft-Aktien standen im Fokus und gewannen 0,62 Prozent. Der Konzern hat am Montag erstmals einen konkreten Starttermin für Windows 10 bekanntgegeben. Das neue Betriebssystem werde am 29. Juli als kostenloses Upgrade bereitstehen. Alle Nutzer von Windows 7 und Windows 8.1 können ab dem Tag die Software kostenlos herunterladen.

Stifel legten rund zwei Prozent zu. Die US-Investmentbank ist Insidern zufolge in fortgeschrittenen Verhandlungen zur Übernahme der Vermögensverwaltung von Barclays. Der Deal sei zwar noch nicht unter Dach und Fach, könne aber bis Anfang nächster Woche vereinbart werden, sagten drei mit der Situation vertraute Personen zu Reuters.