Wall Street schließt klar im Minus

US-Börse

Wall Street schließt klar im Minus

Der Dow Jones Industrial Index verlor 173,45 Punkte oder 1,06 Prozent auf 16.141,74 Einheiten.

Die US-Börsen haben ihre zwischenzeitlich drastischen Verluste im Späthandel etwas eingrenzen können, gingen aber noch immer mit deutlichen Verlusten aus dem Handel. Der Dow Jones Industrial Index verlor 173,45 Punkte oder 1,06 Prozent auf 16.141,74 Einheiten.

   Der marktbreite S&P-500 Index fiel um 15,21 Punkte oder 0,81 Prozent auf 1.862,49 Zähler. Weniger stark vom Abverkauf betroffen war der technologielastige Nasdaq Composite Index, der moderat um 11,85 Einheiten oder 0,28 Prozent auf 4.215,32 Zähler nachgab.

   Schon zu Handelsbeginn belasteten gleich mehrere Datenveröffentlichungen die Stimmung an der Wall Street. So hat sich der Empire-State-Index - ein Stimmungsbarometer für die Industrie im Bundesstaat New York - im Oktober unerwartet eingetrübt. Weiters sind die Einzelhandelsumsätze im September überraschend gefallen. Die verhaltene Entwicklung der Erzeugerpreise im September tat ihr Übriges. Im Verlauf verzeichnete der Dow daraufhin zwischenzeitlich ein Minus von über 2,70 Prozent.

   Nach der Veröffentlichung des "Beige Book" genannten Konjunkturberichts der US-Notenbank stabilisierte er sich und grenzte die Verluste in weiterer Folge etwas ein. Die Notenbanker sehen die konjunkturelle Entwicklung in den USA weiterhin leicht optimistisch. Die größte Volkswirtschaft der Welt wachse nach wie vor mit einem "verhaltenen bis moderatem" Tempo. Zudem meldete die Nachrichtenagentur Bloomberg, dass sich Fed-Präsidentin Janet Yellen Kreisen zufolge zuversichtlich zur konjunkturellen Entwicklung in den USA geäußert hat.

   Branchenseitig zeigten sich Finanzwerte besonders schwach. Die Titel von JPMorgan schlossen mit einem Minus von 4,24 Prozent am unteren Ende des Dow Jones. Die Anteilsscheine von Goldman Sachs verbilligten sich um 0,82 Prozent.

   Marktbeobachter verwiesen auf die Quartalszahlen der Bank of America, welche auch andere Bankaktien belasteten. Eine Milliardenstrafe wegen dubioser Hypothekendeals vor der Finanzkrise hatte den Nettogewinn gegenüber dem Vorjahr um mehr als 90 Prozent einbrechen lassen. Die Titel der Bank of America gingen mit Abschlägen von 4,6 Prozent aus dem Handel.

   Bereits am Vorabend nach Börsenschluss hatte Intel Zahlen präsentiert. Der Halbleiterhersteller hat im vergangenen Quartal seinen bisher höchsten Umsatz erzielt und den Gewinn stark gesteigert. Die Aktie gehörte mit einem Minus von 2,69 Prozent dennoch zu den schwächsten Werten im Dow.

   Unmittelbar nach Börsenschluss veröffentlichte American Express Quartalszahlen. Im dritten Quartal ist der Gewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um acht Prozent auf 1,5 Milliarden Dollar gestiegen. Im Vorfeld hatten die Titel des Finanzdienstleisters um 2,19 Prozent tiefer bei 80,93 Dollar geschlossen. Auch Ebay legte Zahlen vor. Das Internetauktionshaus berichte einen Gewinn pro Aktie von 0,68 Dollar und übertraf damit die Erwartungen am Markt. Zuvor sind Ebay-Papiere mit einem Minus von 0,69 Prozent auf 50,24 Dollar aus dem Handel gegangen.