ATX Wiener Börse

ATX

Wiener Börse am Vormittag mit Abschlägen

Erste Group trotz Gewinnsprung im Q1 schwächer.

Die Wiener Börse hat sich am Mittwoch im Frühhandel mit Abschlägen präsentiert. Der ATX wurde gegen 9.45 Uhr mit 2.261,92 Punkten nach 2.274,38 Einheiten am Dienstag errechnet, das ist ein Minus von 12,46 Punkten bzw. 0,55 Prozent.

Ins Zentrum der Aufmerksamkeit rückten vor dem morgigen Feiertag an der Wiener Börse neue Quartalsberichte. Zahlen legten in der Früh die Erste Group, Wienerberger, Verbund, Polytec und Andritz vor.

Die Erste Group überraschte im ersten Quartal mit einem Gewinnsprung um 22 Prozent auf 274,7 Mio. Euro. Analysten hatten mit einem leichten Rückgang gerechnet. Grund waren außerordentlich niedrige Risikokosten, erklärte die Erste Group. Das Betriebsergebnis sackte indessen um 16 Prozent von 741,0 auf 620,5 Mio. Euro ab. Die vorzeitige Verbuchung der fürs Gesamtjahr anfallenden Beiträge zu Einlagensicherungs- und Abwicklungsfonds sowie die ungarische Bankensteuer hatten das Ebit belastet. Die Titel büßten 1,53 Prozent auf 24,47 Euro ein.

Ans Ende der Kurstafel rutschten dagegen Wienerberger mit minus 3,45 Prozent auf 16,37 Euro, obwohl der Baustoffriese im ersten Quartal seinen Verlust halbiert hat. Der Fehlbetrag schrumpfte von 34,1 Mio. Euro in der Vorjahresperiode auf 16,7 Mio. Euro. Die Analysten der Erste Group verwiesen auf die etwas hinter den Erwartungen zurückgebliebene Umsatzentwicklung. Die Verlaufserlöse stabilisierten sich in erstem Quartal bei 610,8 Mio. Euro, nach 612,5 Mio. Euro in der Vorjahresperiode. Von der APA befragte Analysten hatten im Mittel eine Umsatzsteigerung auf 620,9 Mio. Euro erwartet.

Beim Stromkonzern Verbund blieb nach den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres mehr übrig als im Vorjahr. Das Konzernergebnis stieg um rund 30 Prozent auf 82,4 Mio. Euro. Die Aktien gaben 0,25 Prozent auf 11,90 Euro ab. Auch Andritz-Papiere ermäßigten sich um moderate 0,28 Prozent auf 46,92 Euro. Der Anlagenbauer hat im ersten Quartal mit weniger Umsatz mehr verdient.

Polytec-Papiere sanken um 1,15 Prozent auf 7,66 Euro. Der Autozulieferer verbuchte im ersten Quartal ein Umsatzplus von einem Prozent auf 157,4 Mio. Euro. Unterm Strich wurden 5,9 Mio. Euro erwirtschaftet.

Die europäischen Leitbörsen konnten sich indessen zur Wochenmitte etwas stabilisieren. Unterstützend wirkte ein etwas zurückgekommener Euro-Dollar-Kurs, hieß es aus dem Handel. Zudem war auch an Europas Börsen eine Vielzahl an vorgelegten Unternehmensergebnissen im Fokus.

Der ATX Prime notierte bei 1.163,82 Zählern und damit um 0,49 Prozent oder 5,69 Punkte tiefer. Im prime market zeigten sich 13 Titel mit höheren Kursen, 22 mit tieferen und einer unverändert. In fünf Aktien kam es bisher zu keiner Kursbildung. Bis 9.45 Uhr wurden im prime market insgesamt 632.160 (Vortag: 429.683) Stück Aktien in Einfachzählung mit einem Kurswert von 20,96 (12,28) Mio. Euro (Doppelzählung) gehandelt.