Wiener Börse: ATX legt 1,12 Prozent zu

Positives Umfeld

Wiener Börse: ATX legt 1,12 Prozent zu

Der ATX stieg 28,16 Punkte oder 1,12 Prozent auf 2.547,67 Einheiten.

Die Wiener Börse hat am Dienstag mit Kursgewinnen geschlossen. Der ATX stieg 28,16 Punkte oder 1,12 Prozent auf 2.547,67 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund sechs Punkte über der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 2.542 Punkten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York -0,31 Prozent, DAX/Frankfurt +0,95 Prozent, FTSE/London +0,65 Prozent und CAC-40/Paris +0,77 Prozent.

Der ATX konnte damit an seine freundliche Tendenz vom Wochenanfang anschließen. Auch das europäische Umfeld präsentierte sich von seiner positiven Seite. Erneut nannten Börsianer vor allem die wachsenden Hoffnungen auf eine baldige Einigung im US-Haushaltsstreit als wichtigsten Grund für die Aufschläge. Spitzenvertreter von Republikanern und Demokraten arbeiten gemeinsam an einer Übergangslösung, die den Streit um das Schuldenlimit und den Etat für das laufende Haushaltsjahr vorerst entschärfen könnte, wurde bekannt.


Nur wenige Impulse lieferten hingegen die veröffentlichten Konjunkturdaten. Weder der etwas besser als erwartet ausgefallene Index zu den deutschen ZEW-Konjunkturerwartungen noch der überraschend gesunkene Empire State-Index aus den USA sorgten an den Märkten für größere Kursveränderungen.

Ein Branchenvergleich in Europa zeigte den Rohstoff-Sektor als mit Abstand größten Gewinner. In Wien zogen voestalpine deutlich um 3,67 Prozent auf 35,72 Euro nach oben. RHI konnten sich um 2,53 Prozent auf 25,35 Euro steigern.

In einem freundlichen europäischen Bank-Sektor legten Erste Group um 1,16 Prozent auf 24,50 Euro zu. Raiffeisen schlossen 1,29 Prozent höher bei 24,41 Euro. Für die Ukraine-Tochter der RBI, die Bank Aval, interessieren sich die Alfa Bank und die Delta Bank. Das berichte das Magazin "Forbes", heißt es im "WirtschaftsBlatt"

Die Meldungslage zu den heimischen Unternehmen wurde jedoch von Analystenkommentaren dominiert. So hat die Erste Group ihre Einstufung „accumulate“ sowie das Kursziel von 10,2 Euro für die Titel der UNIQA bestätigt. Die Aktien des Versicherers stiegen 1,64 Prozent auf 8,68 Euro.

Goldman Sachs hat das Kursziel für Andritz von 60 auf 63 Euro erhöht und die Kaufempfehlung bestätigt. Die Anteilsscheine des Anlagenbauers zeigten sich mit plus 1,56 Prozent auf 43,35 Euro.

Für SBO (plus 0,40 Prozent auf 87,60 Euro) hat Goldman Sachs die Einstufung von „buy“ auf „neutral“ gesenkt, das Kursziel jedoch von 94 auf 100 Euro angehoben. Das Anlagevotum für Palfinger haben die Goldman-Experten von „sell“ auf „neutral“ angehoben. Das Kursziel schraubten sich von 16,9 auf 31,6 Euro nach oben. Die Aktien des Kranherstellers zogen 3,34 Prozent auf 27,70 Euro an.

Die Titel des Flughafen Wien verbesserten sich nach Vorlage von Verkehrsergebnissen um 1,45 Prozent auf 53,72 Euro. Auf der Verliererseiten standen hingegen Telekom Austria und büßten 1,16 Prozent auf 6,31 Euro ein. Wienerberger verloren 2,30 Prozent auf 12,30 Euro.