ATX verlor kurzfristig rund drei Prozent

Wiener Börse

ATX schließt in der Verlustzone

Der ATX fiel 19,07 Punkte oder 0,68 Prozent auf 2.767,77 Einheiten.

Die Wiener Börse hat die Sitzung am Freitag bei moderatem Volumen mit tieferen Notierungen beendet. Der ATX fiel 19,07 Punkte oder 0,68 Prozent auf 2.767,77 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund 18 Punkte unter der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 2.786 Punkten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York -0,54 Prozent, DAX/Frankfurt -1,24 Prozent, FTSE/London -0,12 Prozent und CAC-40/Paris -0,91 Prozent.

Im Einklang mit dem europäischen Umfeld ging der ATX mit einem Minus ins Wochenende, Händler sprachen von einem ruhigen Geschäft. Konjunkturseitig standen keine neuen Daten auf der Agenda, nennenswerte Unternehmensnachrichten blieben ebenfalls weitgehend aus. Auch die Verfallsperiode der Terminkontrakte konnte kaum neue Impulse für den Markt liefern. In der Ermittlungsfrist für das Settlement des ATX wurde ein Settlementpreis von 2.788,26 Punkten errechnet.

Unter den Einzelwerten zeigten sich unter anderem RHI (minus 2,16 Prozent auf 22,83 Euro), Verbund (minus 2,81 Prozent auf 30,13 Euro) sowie Zumtobel (minus 4,17 Prozent auf 22,43 Euro) unter Druck. Darüber hinaus ermäßigten sich voestalpine um 0,79 Prozent auf 32,82 Euro und Immofinanz verloren 1,24 Prozent auf 3,11 Euro.

Mit deutlichen Abschlägen zeigte sich auch der europäische Bankensektor. Auch die heimischen Schwergewichte Erste Group (minus 0,24 Prozent auf 33,67 Euro) und Raiffeisen Bank (minus 0,45 Prozent auf 36,89 Euro) konnten sich diesem Trend nicht entziehen. Am späten Nachmittag hatte die Ratingagentur Fitch die Bonität Griechenlands auf B+ herabgestuft. Der Ausblick wurde als negativ bezeichnet, das heißt weitere Abstufungen wären möglich.

Ebenfalls in der Verlustzone tendierte im europäischen Vergleich die Ölbranche. Die Titel der OMV (minus 1,87 Prozent auf 29,43 Euro) folgten dem Trend und gingen deutlich schwächer aus dem Handel. Am Nachmittag war bekanntgeworden, dass OMV-Generaldirektor Gerhard Roiss in Aserbaidschan eine Absichtserklärung für eine intensivere Zusammenarbeit zwischen der staatlichen Ölgesellschaft SOCAR und der OMV unterzeichnet hatte.

In der Früh legte das Immobilienunternehmen conwert Ergebnisse für das erste Quartal vor. Experten heimischer Banken bezeichneten das Ergebnis einstimmig als "in-line" mit den Prognosen, der Gewinn sowie auch der Umsatz konnten nach der Akquisition der ECO Business im vergangenen Jahr deutlich gesteigert werden. Kurz vor Handelsschluss wurde darüber hinaus bekanntgegeben, dass die erwartete Dividendenausschüttung von 30 Cent je Aktie beschlossen worden sei. Bis Handelsschluss ermäßigten sich die Anteilsscheine jedoch um 0,44 Prozent auf 11,43 Euro.

Etwas erholt zeigten sich die Papiere der Telekom Austria. Nachdem diese in den vergangenen Tagen unter Druck gestanden waren, konnten sie zum Wochenausklang um 0,34 Prozent auf 9,84 Euro zulegen.