Wiener Börse startet knapp behauptet

ATX bei 2.121,92

Wiener Börse startet knapp behauptet

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Unsicherheiten rund um Spanien und schwache Daten aus China belasten.

Die Wiener Börse hat sich am Mittwoch im frühen Handel in einem rot gefärbten europäischen Umfeld mit knapp behaupteter Tendenz gezeigt. Nach Ablauf der meisten Eröffnungsauktionen wurde der ATX bei schwachem Anfangsvolumen um 9.45 Uhr mit 2.121,92 Punkten nach 2.125,27 Einheiten am Dienstag errechnet, das ist ein Minus von 3,35 Punkten bzw. 0,16 Prozent.

   Die Unsicherheit bezüglich Spaniens sowie schwache Daten aus China haben zur Wochenmitte europaweit für Kursverluste gesorgt. Nach wie vor zögert das europäische Krisenland, einen Hilfsantrag bei der EU zu stellen und unter den Rettungsschirm zu schlüpfen. Daneben ist in der Volksrepublik China der Einkaufsmanagerindex für das nicht-verarbeitende Gewerbe im September deutlich gefallen und signalisierte damit das schwächste Wachstum in dem Sektor seit März 2011.

   In Wien blieben nennenswerte Unternehmensnachrichten Mangelware. Gesucht waren unter anderem Werte aus der Baubranche. So setzten sich die Papiere des Kranherstellers Palfinger mit plus 2,70 Prozent auf 16,56 Euro an die Spitze der Kursliste, die Titel des Ziegelherstellers Wienerberger zogen um 1,10 Prozent auf 6,15 Euro an.

   Klar im Plus notierten auch UNIQA, welche 1,11 Prozent auf 9,05 Euro gewannen. Die Ratingagentur Standard & Poor's hat das Rating der UNIQA-Versicherung (UNIQA Personenversicherung AG, die UNIQA Sachversicherung und die UNIQA Re AG (Schweiz)) mit "A-" bestätigt. Auch der Ausblick bleibe stabil. Für die Konzernholding UNIQA Versicherungen AG bleibe das S&P-Rating unverändert "BBB+" bei stabilem Ausblick. Als Gründe führte S&P die "sehr gute Wettbewerbssituation" und die "starke finanzielle Flexibilität" der Gruppe an.

   In einem europäischen Branchenvergleich tendierten indessen Banktitel im roten Bereich. Gegen den europäischen Trend konnten sich Erste Group stemmen, welche ein Plus von 0,67 Prozent auf 17,30 Euro einstreiften, dagegen ermäßigten sich Raiffeisen im Frühhandel um marktkonforme 0,16 Prozent auf 28,87 Euro.

   Der ATX Prime notierte bei 1.045,95 Zählern und damit um 0,14 Prozent oder 1,5 Punkte tiefer. Im prime market zeigten sich zwölf Titel mit höheren Kursen, 17 mit tieferen und drei unverändert. In sieben Aktien kam es bisher zu keiner Kursbildung. Bis 9.45 Uhr wurden im prime market insgesamt 374.493 (Vortag: 1.366.776) Stück Aktien in Einfachzählung mit einem Kurswert von 7,686 (42,18) Mio. Euro (Doppelzählung) gehandelt.
 

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