Wiener Börse weiter auf Talfahrt

Minus etwas eingegrenzt

Wiener Börse weiter auf Talfahrt

Der ATX fiel um 43,47 Punkte oder 2,05 Prozent auf 2.080,84 Punkte.

Die Wiener Börse hat am Freitag ihre Talfahrt weiter fortgesetzt und deutlich verloren. Der ATX fiel um 43,47 Punkte oder 2,05 Prozent auf 2.080,84 Punkte. Der Index rutschte damit auf den tiefsten Stand seit rund zwei Jahren.

Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund 14 Punkte unter der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 2.095 Punkten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York -0,28 Prozent, DAX/Frankfurt -2,19 Prozent, FTSE/London -1,01 Prozent und CAC-40/Paris -1,91 Prozent.

Belastet wurde die Börse weiter von den weltweiten Konjunkturängsten und der europäischen Schuldenkrise. Nach deutlichen Verlusten im Frühhandel konnte der Markt am Nachmittag aber so wie andere Börsen auch sein Minus etwas eingrenzen. Positiv wirkte vor allem die überraschend stabile Eröffnung der US-Börsen am Nachmittag.

Stark unter Druck kamen vor dem Hintergrund der Schuldenkrise erneut die Bankenwerte. Erste Group fielen um 4,82 Prozent auf 23,30 Euro. Raiffeisen International Bank verloren 3,86 Prozent auf 25,16 Euro. Beide Aktien fielen damit auf neue Jahrestiefs.

Größere Abgaben gab es zu Wochenschluss auch in Wienerberger (minus 6,29 Prozent auf 8,64 Euro) und voestalpine (minus 4,00 Prozent auf 25,20 Euro). voestalpine hatten bereits am Vortag nach Vorlage von Zahlen stark nachgegeben.

Gegen den Trend gesucht waren am Freitag die beiden Versorger-Werte. EVN stiegen um 5,67 Prozent auf 11,00 Euro. Verbund legten 1,76 Prozent auf 24,83 Euro zu. "Die Verbund ist ein sehr defensiver Wert, das ist nicht so überraschend", sagte ein Händler.

Gut aufgenommen wurden die Halbjahreszahlen der Post AG. Die Post-Aktie stieg um 1,99 Prozent auf 20,50 Euro. Das Unternehmen hatte für das abgelaufene Halbjahr solide Zuwächse bei Umsatz und Ergebnis gemeldet. "Die Zahlen waren mehr oder weniger 'in line' mit den Erwartungen", sagte ein Aktienhändler.