Je nach Witterung sinkt oder steigt der Gasverbrauch

8,2 Mrd. Kubikmeter

Gasverbrauch im Vorjahr um 1,8 % gesunken

Der Verbrauch von Erdgas ist 2009 in Österreich um 1,8 % auf 8,2 Mrd. Kubikmeter gesunken, so die E-Control. Zu Jahresbeginn gab es auch aufgrund der kalten Witterung noch Zuwächse, im Jahresverlauf schlug sich dann die Wirtschaftskrise in deutlichen Rückgängen nieder.

Ab Oktober erholte sich die Industrieproduktion wieder, und damit stieg auch der Gasverbrauch. Der Jahresend-Trend setzt sich auch heuer fort. Steigen wird der Verbrauch auch durch neue Gaskraftwerke.

Die stärksten Rückgange gegenüber dem Vorjahresmonat waren im April mit 31 Prozent und im August mit rund 23 Prozent verzeichnet worden. Im Jänner 2009 hatte es noch ein Plus von 9,8 % gegeben, im Februar waren es 7,4 % und im März noch 1,3 %. Im Oktober stieg der Gasabsatz an Endkunden (Kraftwerke, Industrie und Haushalte) um 4,1 %, im Dezember waren es bereits plus 13,6 %.

Auch im Jänner und Februar des laufenden Jahres zeige sich ein ähnlicher Trend wie im Dezember, die Zuwächse dürften bei rund 10 % liegen, sagte Michael Schmöltzer, Leiter der Abteilung Gas in der E-Control. Mit ein Grund für die Anstieg beim Gasverbrauch sei auch die Kälte, die Witterung spiele eine große Rolle bei den Verbrauchszahlen. Im heurigen Jänner sei es zu Spitzenleistungen von rund 2 Mio. Kubikmeter pro Stunde gekommen.

Die größten Gasverbraucher in Österreich sind bereits jetzt Kraftwerke mit rund 40 %. Dahinter folgen die Industrie mit 32 % und Haushalts- und Gewerbekunden mit 28 %. Durch neue Gaskraftwerke werden die Stromerzeuger ihren Anteil am Gasverbrauch weiterhin steigern, so Schmöltzer.

Rund 80 % des in Österreich verbrauchten Erdgases werden importiert. Rund zwei Drittel des in Österreich verbrauchten Erdgases stammen aus Russland, rund 20 % aus heimischer Produktion und jeweils rund 10 % aus Deutschland und Norwegen.