Bank Austria-Gewinn um 40 % gesunken
In der Neunmonatsbilanz 2009 der Bank Austria haben hohe Kreditvorsorgen in Kasachstan ihre Spuren hinterlassen. In Osteuropa haben sich die Vorsorgen und Abschreibungen für Kredite fast vervierfacht, im Gesamtkonzern auf 1,6 Mrd. Euro etwa verdreifacht. Netto meldet die Bank einen Gewinn von 972 Mio. Euro, ein Rückgang um 40 %, obwohl es operativ schon wieder Rekordgewinne gibt.
Die zwei Länder mit dem höchsten Kreditrisikoaufwand waren bis Ende September Kasachstan (359 Mio. Euro) und die Ukraine (177 Mio. Euro). Für die Tochter in Kasachstan mussten allein im 3. Quartal 220 Mio. Euro für ausfallsgefährdete Kredite eingestellt werden.
Allerdings: In allen anderen Ländern sind Q3 die Belastungen aus ausfallsgefährdeten Krediten gesunken. Auf Kasachstan und Ukraine entfielen per Ende September 43,8 % des ganzen Kreditrisikoaufwands in CEE (1,22 Mrd. Euro) und gut die Hälfte des Zuwachses gegenüber 2008.
"Auch wir mussten unterm Strich der lahmenden Konjunktur Tribut zollen", schreibt der Vorstand im Neunmonatsbericht. Der neue Bank Austria-Chef Willibald Cernko hob hervor, dass "wir diese außergewöhnlichen Belastungen aus eigener Kraft und mit den Erträgen aus dem operativen Geschäft mehr als abdecken können."
Das Bank-Modell beweise sich als widerstandsfähig und profitabel. Die UniCredit-Gruppe bereitet sich gerade auf eine mehrere Milliarden schwere Kapitalerhöhung vor, nachdem von der Konzernspitze Staatshilfe in Italien und Österreich ausgeschlagen worden war.
Das Betriebsergebnis ist bis September um 30,8 % auf einen Rekord von 2,8 Mrd. Euro gestiegen. Die Bilanzsumme der Bank Austria sank seit Ultimo 2008 um 8 % auf 204,3 Mrd. Euro. Grund: Rückführung des Eigenhandels, Währungseffekte und nachlassende Kreditnachfrage.
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