Cerberus verkauft keine Aktien der Aozora-Bank

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Der US-Fonds hat Spekulationen dementiert, wonach es geplant sei, Aktien der japanischen Tochter Aozora über die Börse zu verkaufen.

Cerberus-Manager Timothy Price wurde dahingehend zitiert, dass man sich zum langfristigen Investment bekenne. Die Aozora-Bank zähle für Cerberus derzeit zu den unterbewerteten Assets.

Cerberus verwies auf "substanzielle" Liquidität und Milliarden Dollar an "free cash", und beabsichtige vielmehr, sich nach weiteren Beteiligungen umzusehen. Es gebe keinerlei Grund oder zeitlichen Druck, Assets loszuschlagen. Cerberus war vor knapp zehn Jahren in die damals staatliche japanischen Bank eingestiegen und hat in der danach auf "Aozora" umgetauften Bank seit 2003 ganz das Sagen. Mittlerweile notiert die Bank an der Börse, Cerberus hält heute rund 55 %.

Weiter keine Angaben machte Cerberus zum Stand mit "Shinsei". Im Frühjahr hatte die japanische Shinsei Bank angekündigt, die Mehrheit an Aozora übernehmen und mit der Fusion im Herbst 2010 die sechstgrößte Bank Japans bilden zu wollen. Cerberus hat sich dazu offiziell noch nicht geäußert.

Beide Banken sind seit der Subprime-Krise und nachfolgenden Spekulationsverlusten angeschlagen. Cerberus war wegen der Finanzkrise heuer mit einem massiven Abfluss aus seinen Fonds konfrontiert. Beim Autobauer Chrysler musste der Hedgefonds einen Großteil seiner Investitionen abschreiben.

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