Dow Jones nach gestrigem Plus wieder tiefer

Dow Jones

Dow Jones nach gestrigem Plus wieder tiefer

Quartalsergebnisse als Kurstreiber - Inflation bleibt stabil bei 1,7 Prozent.

Die New Yorker Aktienbörsen haben am Mittwoch mit Verlusten geschlossen. Der Dow Jones büßte 153,49 Einheiten oder 0,92 Prozent auf 16.461,32 Zähler ein. Der 500 ausgewählte US-Unternehmen fassende S&P-500 Index fiel 14,17 Punkte (minus 0,73 Prozent) auf 1.927,11 Zähler. Der Technologieindex Nasdaq Composite Index reduzierte sich ebenfalls um 36,63 Einheiten oder 0,83 Prozent auf 4.382,85 Zähler.

   Experten waren sich einig, dass nach dem Kursfeuerwerk am Dienstag, die Zeit zum Überdenken der Kurse gekommen ist. Auf der anderen Seite wurde die angelaufene Berichtssaison als Kurskatalysator ausgemacht. Die vorgelegenen Ergebnisse würden die Aktien in die eine oder andere Richtung treiben. Bisher bestätigten Marktteilnehmer, dass das vorgelegte Zahlenwerk mehrheitlich positiv überraschen konnte. Rund 67 Prozent der Konzerne übertrafen die Analystenschätzungen.

   Auf der Konjunkturagenda standen am Mittwoch zudem Daten zur Inflation. Die Teuerungsrate blieb im September in etwa in einer Linie mit den Erwartungen von Analysten. Mit 1,7 Prozent blieb der jährliche Preisanstieg stabil gegenüber dem Vormonat. Die Schätzungen der Ökonomen waren noch bei 1,6 Prozent gelegen.

   Dem Trend der positiven Unternehmenszahlen konnte sich auch Yahoo unterordnen. Am Dienstag nach Börsenschluss verkündete das Unternehmen einen Anstieg des Nettogewinns von 296,7 Mio. auf gleich 6,77 Mrd. Dollar. Der Profittreiber war dabei die Beteiligung Yahoos am chinesischen Onlinehändler Alibaba. Nach dem fulminanten Börsendebüt schlug der Profit der Beteiligung im dritten Quartal mit 6,3 Mrd. Dollar zu Buche. Der Umsatz kletterte hingegen nur um ein Prozent auf 1,09 Mrd. Dollar im Vergleich zum Vorjahr. Experten sehen Yahoo nun unter Druck seine Gewinne effizient einzusetzen. Die Titel schlossen um klare 4,50 Prozent höher.

   In eine ähnliche Richtung schlug auch das Quartalsergebnis des größten US-Chemiekonzerns Dow Chemical. Mit einem Gewinnsprung um 43 Prozent im dritten Quartal und einem Umsatzplus von 5 Prozent auf 14,4 Mrd. Dollar konnte der Chemieriese überzeugen. Besonders höhere Preise und eine kräftige Nachfrage nach Kunststoffen hatten einen positiven Effekt auf die vorgelegten Zahlen. Vor allem im Heimatmarkt Nordamerika zog die Nachfrage dank der niedrigen Energiepreise stark an. Die Titel hielten sich lange Zeit im Plus, schlossen letztendlich jedoch bei minus 1,24 Prozent.

   Einen Gewinnsprung konnte auch der Flugzeughersteller Boeing verkünden. Die boomende Nachfrage nach Verkehrsflugzeugen ließ Boeing-Titel steigen. Der Gewinn zog im ersten Quartal um 18 Prozent auf 1,36 Mrd. Dollar an. Auch der Umsatz stieg um kräftige 7 Prozent auf 23,8 Mrd. Dollar. Doch obwohl Boeing seine Gewinnprognose für 2014 erneut anhob, zeigten sich Investoren zurückhaltend und die Titel fielen mit minus 4,46 Prozent abgeschlagen ans Ende des Dow Jones. Als Grund dafür sehen Experten Sorgen über die hohen Kosten des Dreamliner 787.

   Unter Druck gerieten auch die Titel des Nahrungsmittelkonzerns Boulder Brands. Grund dafür waren die vorläufigen Quartalszahlen. Das Management verkündete, dass Boulder Brands im dritten Quartal gleich von mehreren Seiten Gegenwind erhielt. Demnach erwarte das Unternehmen einen Umsatz von 133,9 Mio. Dollar und einen Verlust von 2,12 Dollar je Aktie im dritten Quartal. Die Boulder Brands-Papiere stürzten um 24,43 Prozent ab.

   Kurz nach Börsenschluss hat der Telekomkonzern AT&T seine Quartalszahlen zur Veröffentlichung vorgelegt. Die Titel schlossen bei einem Minus von 0,35 Prozent. Nachbörslich weitete sich das Minus jedoch noch deutlich aus. AT&T verfehlte mit dem bereinigten Ergebnis je Aktie die Analystenschätzungen und senkte gleichzeitig seine eigene Prognose zum Umsatzwachstum von 5 auf 3-4 Prozent.