Euro verliert weiter an Wert

Geld

Eurokurs fällt erstmals seit April 2009 unter 1,31 US-Dollar

Angesichts der anhaltenden Unsicherheit in der Eurozone ist der Kurs des Euro am Dienstag erstmals seit April 2009 unter die Marke von 1,31 US-Dollar gefallen. Die europäische Gemeinschaftswährung sank bis auf 1,3026 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Nachmittag noch auf 1,3089 (Montag: 1,3238) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7640 (0,7554) Euro.

"Die Unsicherheit am Devisenmarkt ist trotz des am Wochenende vereinbarten Rettungspaketes für Griechenland immer noch da", sagte Viola Stork Devisenexperten bei der Landesbank Hessen-Thüringen. Es gebe weiterhin die Angst, dass die Krise auf weitere Länder wie Portugal und Spanien übergreifen könnte. Dies zeigten die immer noch hohen Risikoaufschläge für Anleihen dieser Länder. Auch Gerüchte sorgten immer wieder für Ausschläge am Devisenmarkt.

"Positive Meldungen gehen in diesem Umfeld unter", sagte Stork. So hat die Ratingagentur Fitch ihr Rating für Spanien bei der Bestnote "AAA" belassen. In der vergangenen Woche hatte noch eine Herabstufung durch die Ratingagentur Standard & Poor's auf "AA" die Märkte belastet. Auch Konjunkturdaten spielen laut Stork kaum eine Rolle. Sowohl die guten Daten aus den USA aber auch aus der Eurozone würden weitgehend ignoriert. Der Eurokurs werde durch die steigende Risikoaversion belastet. Die Schwankungsanfälligkeit am Devisenmarkt bleibt hoch.

Zu anderen wichtigen Währungen hatte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,86325 (0,86800) britische Pfund, 123,66 (124,95) japanische Yen und 1,4325 (1,4328) Schweizer Franken festgelegt. Der Preis für eine Feinunze Gold wurde in London mit 1.185,00 (1.179,25) Dollar gefixt worden. Der Kilobarren Gold kostete 29.062,55 (28.741,15) Euro.

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