Frankfurter Börse

Frühhandel

Europas Leitbörsen wenig verändert

Anstehenden Konjunkturdaten als Impulsgeber gesehen.

Die Leitbörsen in Europa haben am Donnerstagvormittag noch wenig Bewegung gezeigt. Handelsimpulse werden vor allem von den anstehenden Konjunkturnachrichten dies- und jenseits des Atlantiks erwartet. Der Euro-Stoxx-50 stand gegen 9.40 Uhr mit plus 0,22 Prozent bei 3.090,39 Einheiten. Der DAX in Frankfurt fiel 0,35 Prozent auf 9.281,65 Punkte und in London trat der FT-SE-100 mit plus 0,01 Prozent auf 6.756,49 Punkte auf der Stelle.

In einer Branchenbetrachtung gab es die durchschnittlichen stärksten Zuwächse im Bausektor. Eine Kursschwäche gab es im Mediensektor zu sehen. Unter den Einzelwerten gewannen im Euro-Stoxx-50 die Titel des irischen Baukonzerns CRH mit plus 1,08 Prozent am deutlichsten. SAP und Deutsche Post fielen jeweils um 0,74 Prozent ans untere Ende der Kursliste.

Ahold knickten 2,70 Prozent ein. Der niederländische Einzelhandelskonzern hat auch im zweiten Quartal den harten Wettbewerb und einen starken Euro zu spüren bekommen. Die Umsätze des vor allem in den USA und den Niederlanden starken Supermarktbetreibers sanken im Jahresvergleich unerwartet kräftig um gut vier Prozent auf 7,42 Milliarden Euro.

Bei Borussia Dortmund (BVB) wird über eine umfangreiche Kapitalerhöhung an diesem Donnerstag spekuliert. Auslöser ist ein Bericht des "Handelsblatts", wonach der BVB im Duell mit Bayern München finanziell nachlegen will. Die BVB-Aktie befestigte sich 0,26 Prozent.

Die Aktien von Air Berlin gewannen nach Geschäftszahlen deutlich um 5,77 Prozent an Höhe. Deutschlands zweitgrößte Airline erzielte erstmals seit fünf Jahren in einem zweiten Quartal einen Nettogewinn. Auch der Umsatz der angeschlagenen Fluggesellschaft stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal leicht.

RTL Group knickten um 6,71 Prozent ein. Nach einem herben Gewinneinbruch im ersten Halbjahr hat der Fernsehkonzern seine Prognosen gesenkt. Vor allem wegen schwacher Geschäfte in Frankreich und der neuen Werbesteuer in Ungarn erwartet das Unternehmen nun einen "leichten" Umsatzrückgang in diesem Jahr.

Die Aktien von Infineon tendierten mit plus 0,01 Prozent wenig verändert. Der Halbleiterhersteller will sich in den USA mit einem milliardenschweren Zukauf verstärken. Für den auf Energiemanagement spezialisierten Halbleiterhersteller International Rectifier aus Kalifornien wollen die Münchener 40 US-Dollar je Aktie zahlen. Händler bezeichneten die geplante Akquisition als sinnvoll. Allerdings erscheine der Preis recht hoch.