Leitbörsen schließen mit Verlusten

Sorge

Leitbörsen schließen mit Verlusten

 Euro-Stoxx-50 verlor um 49,33 Einheiten oder 1,74% auf 2.786,54 Zähler.

Die europäischen Leitbörsen sind am Mittwoch nach den jüngsten Zugewinnen etwas zurückgekommen und einheitlich mit deutlich tieferen Notierungen aus dem Handel gegangen. Der Euro-Stoxx-50 verlor um 49,33 Einheiten oder 1,74 Prozent auf 2.786,54 Zähler.

Die Anleger scheinen aktuell die zuletzt guten US-Wirtschaftsdaten als Grundlage für eine drohende Einschränkung der lockeren Geldpolitik in den USA zu interpretieren, hieß es von einem Marktstrategen zur Begründung. US-Notenbankchef Ben Bernanke hatte bereits Ende vergangener Woche die Anleger verunsichert, da er ein geringeres Tempo bei den Anleihekäufen nicht ausgeschlossen hatte.

Zudem wurde an den Märkten auf Befürchtungen über ein Wiederaufflammen der Eurokrise verwiesen. Dies werde durch einen Artikel in der "Welt" unterstützt. Der Zeitung zufolge verringert sich in den Reihen der Europäischen Zentralbank die "Koalition der bedingungslosen Retter".

Die am Berichtstag veröffentlichten Konjunkturdaten zeigten keine allzu starken Auswirkungen : Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat ihre Wachstumsprognosen für die Eurozone erneut nach unten revidiert. Zudem ist die Summe der an Firmen und Privathaushalte in der Eurozone ausgereichten Bankkredite im April stärker als erwartet gesunken.

Ein Branchenvergleich zeigte Abschläge auf breiter Front, quer durch fast alle Sektoren. Zu den größeren Verlierern zählten dabei Aktien aus dem Medizinbereich sowie aus dem Nahrungs- und Genussmittelsektor. Auch Technologie- und Telekomwerte mussten deutlich an Terrain abgeben.

Unter den Einzelwerten im Euro-Stoxx-50 mussten Carrefour ein Minus von 4,74 Prozent auf 22,60 Euro verbuchen. LVMH büßten 2,32 Prozent auf 139,40 Euro ein. Die Aktien der Deutschen Telekom verloren 3,80 Prozent auf 9,017 Euro und SAP tendierten um 2,34 Prozent schwächer bei 58,79 Euro.

Zu den wenigen Gewinnern zählten hingegen EADS mit einem Anstieg um 0,91 Prozent auf 44,20 Euro. Der Flugzeug- und Rüstungskonzern hielt an diesem Mittwoch in Amsterdam seine Hauptversammlung ab.

Unter den Finanzwerten konnten Banco Santander leicht um 0,18 Prozent auf 5,589 Euro zulegen. Münchener Rück sanken hingegen 2,58 Prozent auf 143,70 Euro und Generali fielen 1,85 Prozent auf 14,36 Euro.