Milliardengewinne bei internationalen Großbanken

Milliardengewinne bei internationalen Großbanken

In den vergangenen Tagen haben zahlreiche internationale Großbanken ihre Zahlen für das zweite Quartal vorgelegt. Bis auf wenige Ausnahmen erwirtschafteten die Institute trotz der Finanzkrise Milliardengewinne und schnitten teilweise besser ab als erwartet.

In Europa hat der deutsche Branchenprimus Deutsche Bank im zweiten Quartal 2009 einen Gewinn nach Steuern von 1,1 Mrd. Euro eingefahren, ein Anstieg von 67 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Vor Steuern hat der Gewinn 1,3 Mrd. Euro betragen. Die Schweizer Großbank Credit Suisse erzielte einen Reingewinn von 1,571 Mrd. Franken (1 Mrd. Euro). Das waren 29 Prozent mehr als in der Vorjahresperiode.

Citigroup erzielte aus dem Verkauf von Smith Barney Nachsteuergewinn von 6,7 Mrd. Dollar

Die größte US-Bank, die Bank of Amerika, erwirtschaftete ein Nettoergebnis von 2,42 Mrd. Dollar (1,7 Mrd. Euro). Mit 33 Cent pro Aktie übertraf sie die Erwartungen der Analysten von 28 Cent pro Anteilsschein. Allerdings lag der Gewinn um 24,8 Prozent unter dem Wert von 3,22 Mrd. Dollar im zweiten Quartal 2008.

Die Citigroup erzielte allein aus dem Verkauf von Smith Barney einen Nachsteuergewinn von 6,7 Mrd. Dollar. Unter dem Strich blieb ein ausgewiesener Gewinn von 3 Mrd. Dollar oder 49 Cent pro Aktie. Analysten hatten einen Verlust von 37 Cent pro Anteilschein vorausgesagt.

Goldman Sachs steigert den Gewinn unerwartet kräftig auf 2,72 Mrd. Dollar. Der Profit je Aktie lag damit bei 4,93 Dollar, Analysten hatten lediglich mit 3,54 Dollar gerechnet. Im Vorjahreszeitraum hatte Goldman Sachs ein Plus von 2,05 Mrd. Dollar ausgewiesen.

JP Morgan Chase schloss das zweite Quartal mit einem überraschend hohen Gewinn von 2,72 Mrd. Dollar. Der Profit lag 36 Prozent über dem des Vorjahresquartals und 27 Prozent über dem Wert des ersten Vierteljahres 2009. Wells Fargo steigerte den Gewinn im zweiten Quartal um 47 Prozent auf 2,58 Mrd. Dollar.

Morgan Stanley meldete einen Verlust von 1,26 Mrd. Dollar oder 1,10 Dollar pro Aktie. Das Ergebnis des im September 2008 von einer reinen Investmentbank in eine Geschäftsbank umgewandelten Instituts lag erheblich unter den Analystenerwartungen eines Verlusts von 49 Cent pro Anteilsschein.