News-Chef muss nach nur 3 Monaten gehen

Knalleffekt

News-Chef muss nach nur 3 Monaten gehen

Matthias Schönwandt verlässt die Verlagsgruppe. Werle wird Interims-Nachfolger.

Die Verlagsgruppe News trennt sich nach nur dreieinhalb Monaten vom neuen Geschäftsführer Matthias Schönwandt. Die Mitarbeiter wurden bei einer Betriebsversammlung am Dienstag davon informiert. Offiziell wird der Abgang mit Vorgängen, die gegen das "gültige Regelwerk" (den so genannten Code of Conduct) des Mehrheitsgesellschafters Gruner + Jahr verstoßen, begründet. Es handle sich um "interne Vorgänge, die mit den bestehenden Richtlinien des Hauptgesellschafters der Verlagsgruppe News nicht vereinbar sind". Schönwandt habe einen Fehler begangen, der  "nicht geduldet werden kann", erklärt Gruner + Jahr-Auslandsvorstand  Thorsten-Jörn Klein. Der Vertrag wurde mit sofortiger Wirkung einvernehmlich aufgelöst, zu den Vorgängen wurde Stillschweigen vereinbart.


Johannes Werle, in der Verlagsgruppe bisher für Finanzen zuständig, wird den Vorsitz der Geschäftsführung der Verlagsgruppe interimistisch übernehmen.

Gruner + Jahr bedauert
Bei Gruner + Jahr signalisierte man am Dienstag Bedauern über den Abgang von News-Chef Schönwandt: "Es gibt bei Gruner + Jahr ein für alle Mitarbeiter weltweit verbindliches Regelwerk, das die Spielregeln im Rahmen der unternehmerischen Tätigkeit regelt", hielt Auslandsvorstand Torsten-Jörn Klein in einer Stellungnahme der deutschen Verlagsgruppe fest. "Gegen diese internen Regeln hat Matthias Schönwandt nach eingehender interner Prüfung und Dokumentation verstoßen."


Und weiter: "Ich denke, dass alle Mitarbeiter der News - Gruppe und alle Geschäftspartner des Verlages Matthias Schönwandt in der kurzen Zeit als Geschäftsführer und als Mensch sehr zu schätzen gelernt haben. Dennoch hat er einen Fehler begangen, der nicht geduldet werden kann", so der Gruner + Jahr-Vorstand. "Ich bedaure diese Entwicklung sehr, aber nachdem weltweit gleiche Spielregeln für die unternehmerische Tätigkeit bei Gruner + Jahr gelten, haben wir uns für den Weg der einvernehmlichen Vertragsaufhebung entschieden."