US-Börsen: New York schließt fester

Schluss

US-Börsen: New York schließt fester

Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gesunken.

Die New Yorker Aktienbörse hat am Donnerstag nach guten Arbeitsmarktdaten mit Gewinnen geschlossen. Der Dow Jones Industrial Index stieg 55,04 Punkte oder 0,36 Prozent auf 15.328,30 Einheiten. Der S&P-500 Index gewann 5,90 Punkte oder 0,35 Prozent auf 1.698,67 Zähler. Der Nasdaq Composite Index legte um 26,33 Einheiten oder 0,70 Prozent auf 3.787,43 Zähler zu.

Nachdem zuletzt die näher rückende Schuldenobergrenze des öffentlichen Haushalts der Vereinigten Staaten auf den Kursen lastete, beflügelten überraschend gute Daten vom US-Arbeitsmarkt den Handelstag an der Wall Street. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sind in der vergangenen Woche von 310.000 auf 305.000 gesunken. Ökonomen hatten im Vorfeld einen Anstieg auf 325.000 Anträge prognostiziert.

Die endgültigen Daten zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) der USA im zweiten Quartal brachten hingegen keine Überraschungen mit sich. In einer dritten Schätzung wurde das BIP-Wachstum von April bis Ende Juni von 2,5 Prozent bestätigt.

Anteilseigner von Internetkonzernen konnten sich am Donnerstag über kräftige Gewinne freuen: Yahoo-Papiere führten mit einem Aufschlag von 4,50 Prozent ein Trio mit den Konkurrenten Ebay und Facebook an. Ebay legten mit 4,48 Prozent ebenfalls kräftig zu, Facebook kletterten mit plus 1,88 Prozent auf einen Rekordstand.

Dass das fragwürdige Hypothekengeschäfte im Vorfeld der Finanzkrise die US-Investmentbank JPMorgan Chase einen Rekordbetrag von 11 Mrd. Dollar kosten könnte, beeindruckte die Aktienhändler nicht. Die Papiere stiegen trotz der negativen Nachrichten um 0,37 Prozent auf 51,89 Dollar.

Nike - erst seit Montag im Dow - schlossen vor den nach Börsenschluss anstehenden Zahlen mit einem Plus von 2,06 Prozent an der Spitze des Börsenbarometers. Analysten rechneten im Vorfeld mit Rekordergebnissen beim weltgrößten Sportartikelanbieter.

Wal-Mart reagiert Kreisen zufolge mit einer Kürzung seiner Bestellungen auf die zuletzt schleppenden Umsätze. Der weltgrößte Einzelhändler plant laut Bloomberg seine Lagerbestände im laufenden und im vierten Quartal zu reduzieren. Darüber sollen die Lieferanten bereits informiert worden sein, hieß es. Wal-Mart-Aktien schlossen mit einem minimalen Minus von 0,04 Prozent bei 74,62 Dollar.

Schwindelig könnte den Aktionären von J.C. Penney geworden sein. Zuletzt legten die Aktien der kriselnden Kaufhauskette um 4,15 Prozent zu - hatten aber im frühen Handel wegen Spekulationen um frischen Kapitalbedarf und Liquiditätsproblemen auch schon bis zu knapp sechs Prozent verloren. Der Konzern beeilte sich daraufhin zu versichern, dass die Kette im zweiten Halbjahr weiter von positiven Umsatztrends ausgehe und bestätigte damit die eigene Prognose - was die Anleger offenbar beruhigen konnte. Die Aktien erholten sich und gingen mit einem Plus von 2,96 Prozent bei 10,42 Dollar aus dem Handel.

Aktionäre vom Pharmakonzern Eli Lilly & Co sahen ihre Papiere hingegen um 2,98 Prozent abrutschen, weil ein Mittel gegen Brustkrebs in einem späten Stadium seine Testziele verfehlt hatte. Aktien von Hertz brachen nach einer Gewinnwarnung für das laufende Jahr um 16,10 Prozent ein. Vorher hatten sie im laufenden Jahr rund 58 Prozent gewonnen. Papiere von Bed Bath & Beyond gewannen 4,45 Prozent, nachdem der Einzelhändler für Küchen- und Badbedarf die untere Grenze seiner Jahresgewinnprognose angehoben hatte.