"GCO" ist eine Weiterführung der Games Convention

Volles Programm bei Games Convention in Leipzig

Die dynamisch wachsende Onlinespiele-Branche hat ihre erste eigene Plattform: Mit der Games Convention Online GCO vom 31. Juli bis zum 2. August besetzt Leipzig ein Spezialthema. Mit Spielen, die im Netz oder über das Handy gespielt werden, schlüpft die Leipziger Messe in eine Nische. Ein Neustart, nachdem der Branchenverband BIU seine Computerspielemesse von Leipzig nach Köln verlegt hat.

Für den Leipziger Messe-Chef Wolfgang Marzin ist das "Pionierarbeit". Er hofft auf 70.000 Besucher. Die Games Convention im vergangenen Jahr hatte die Rekordzahl von 203.000 Besuchern. 547 Aussteller waren nach Leipzig gekommen. Für die Premiere der GCO haben sich jetzt etwa 60 Aussteller angemeldet.

Um Gamer und Fachpublikum zur Premiere zu ziehen, bietet die GCO an drei Tagen ein pralles Programm, das auch virtuell verfolgt werden kann. Etwa 120 bis 150 Spiele werden in verschiedenen Themenwelten zur Verfügung stehen. Einen eigenen Treffpunkt mit Konzerten von Newcomer-Bands und Filmen bekommen die Communities. Die miteinander vernetzten Online-Spieler finden sich zu Clans oder Gilden zusammen, die sich in Leipzig real treffen können. Der Bereich "Online4Family" richtet sich an Eltern, Pädagogen und Einsteiger. Medienexperten informieren über einzelne Spiele und ihre Alterseignung. Auch Datenschutz im Internet ist ein Thema.

Neben den Angeboten für Gamer gibt es für das Fachpublikum eine Konferenz zum Markt der Online- und Mobile-Games. Das Business Center bringt die Profis aus den unterschiedlichsten Bereichen - von der Entwicklung bis zu Marketing und Werbung - zusammen.

Im erlebnisbetonten Rahmenprogramm werden die Deutschland-Finals der World Cyber Games ausgetragen. Außerdem treffen sich rund 20 Casemodder aus ganz Deutschland zum Wettstreit um kreative Eigenbauten von PC-Gehäusen. Der Bereich "Cult & Creation" dokumentiert die Geschichte der Onlinespiele. Eigens dafür wollen der Erfinder der ersten Videospielkonsole, Ralph H. Baer, und der Entwickler des ersten Mehrbenutzer-Onlinespiels, Richard Bartle, nach Leipzig kommen.