Cosmos war zweitgrößte Pleite

Nach der Pleite

Gläubiger wollen 75 Mio. Euro von Cosmos

Rund 1.500 Gläubiger haben bis dato ihre Forderungen angemeldet, darunter 1.160 ehemalige Dienstnehmer.

Das Ende der Elektrohandelskette Cosmos wurde am vergangenen Freitag mit einem finalen Abverkauf besiegelt. Insgesamt haben bis jetzt 1.509 Gläubiger Forderungen im Ausmaß von 75 Mio. Euro angemeldet, so Wolfgang Hrobar vom Alpenländischen Kreditorenverband (AKV) am Montag.

Allein für die rund 1.156 betroffenen Dienstnehmer beliefen sich die Forderungen auf 1,43 Mio. Euro. Dazu dürften noch Kosten für Abfertigungen von rund 2,8 Mio. Euro kommen.

Die Prüfung der Forderungsanfechtungen werde noch zu erfolgen haben, auch in Anbetracht "getätigter Rechtshandlungen, die gesetzt wurden, um den kumulierten Betriebsverlust von ca. 86,0 Mio. Euro 2001 bis 2008 etwas entgegenstellen zu können", so Hrobar. Dabei gehe es vor allem um eine angemeldete Forderung der Cosmos-Gesellschafterin Nove-K im Zusammenhang mit der Übernahme der Gesellschaftsanteile und dem Erwerb von fällig gestellten Forderungen. Das Unternehmen hatte Ende 2009 seine Bankschulden in Höhe von 18,5 Mio. Euro an die slowakische Firma der Cosmos-Eigentümer, der Tiroler Brüder Stauder verkauft.

Die rasche Schließung der angemieteten 27 Cosmos-Filialen sei für die Gläubiger der richtige Schritt gewesen, so Hrobar, da allein monatliche Personalkosten und Mietaufwendungen 2,5 Mio. Euro bzw. 1,2 Mio. Euro ausmachten. Wegen vorzeitiger Auflösungen wurden Schadensersatzansprüche von 13,8 Mio. Euro angemeldet.